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Teilzeitstudiengänge Informatik

Grundsätzlich sind die Informatik-Studiengänge an der Universität Paderborn als 3- bzw. 2-jähriges Vollzeitstudium ausgelegt. Zum Wintersemester 2009/10 wurden jedoch zusätzlich Teilzeitvarianten beider Informatik-Studiengänge neu eingeführt. Damit wird ein Teilzeit-Bachelor nach 12 Semestern oder 6 Jahren und ein Teilzeit-Master nach 8 Semestern oder 4 Jahren erreicht. Dies eröffnet die Möglichkeit, neben beispielsweise Beruf oder Familie einen Universitätsabschluss zu erreichen. Das Institut für Informatik trägt so unter anderem der Notwendigkeit Rechnung, dass viele Studierende ihr Studium selbst finanzieren müssen. Die Regelungen gehen einher mit der Begrenzung des Umfangs der pro Semester ablegbaren Prüfungen auf etwas mehr (18 ECTS-Punkte) als die Hälfte eines Vollzeitsemesters. Dabei können nicht ausgenutzte ECTS-Punkte auf kommende Semester übertragen werden.

Strukturell können die Veranstaltungen des Bachelor-Studiengangs auf die doppelte Zeitdauer unter Berücksichtigung aller notwendigen Reihenfolgebedingungen entzerrt werden. Da die Bachelor-Arbeit im Vollzeitstudiengang auch in Teilzeit angefertigt wird, gibt es diesbezüglich keine Probleme. Inhaltlich besteht kein Unterschied zwischen dem "Teilzeitbachelor" und dem Bachelor im Vollzeitstudium.

Im Master-Studiengang sind entsprechende zeitliche Streckungen möglich. Einzig problematisch ist die Anfertigung der Master-Arbeit, die sich im Teilzeit-Master auf den Zeitraum eines ganzen Jahres ausdehnt. Hier wird streng darauf geachtet, dass die Themenstellung – trotz der langen Zeitdauer – in Relation zur sonst geforderten, insgesamt 6-monatigen Vollzeitarbeit angemessen definiert wird. Auch hier gibt es inhaltlich keinen Unterschied zwischen dem "Teilzeitmaster" und dem Master im Vollzeitstudium.

Änderungen im Vergleich zu den Vollzeitstudiengängen

Wechsel zwischen Teil- und Vollzeitstudium

Ein Wechsel zwischen dem Vollzeit- und dem Teilzeitstudiengang ist grundsätzlich zu jedem Semesterbeginn durch entsprechende Angabe bei der Rückmeldung in beiden Richtungen möglich. Beim Wechsel in den Vollzeitstudiengang finden eventuell aufgelaufene, nicht für das Ablegen von Prüfungen ausgenutzte ECTS-Punkte keine Berücksichtigung. Das Präsidium der Universität und die Fakultät EIM weisen jedoch darauf hin, dass jeder Wechsel durch Umschreibungs- und erforderliches Anrechnungsverfahren einen sehr hohen Arbeitsaufwand für das Zentrale Prüfungssekretariat, das Studierendensekretariat und nicht zuletzt auch für die Studierenden nach sich zieht. Somit ist ein häufiger Wechsel von Vollzeit auf Teilzeit nicht ausgeschlossen, aber auch kaum praktikabel. Empfehlenswert hingegen ist im Rahmen einer sorgfältigen Studienplanung ein Wechsel nach 2 Semestern Vollzeit- bzw. 4 Semestern Teilzeitstudium.

Änderungen im Vergleich zu den Vollzeitstudiengängen

Die im Zuge der Re-Akkreditierung der Informatikstudiengänge 2009 eingeführten Teilzeitvarianten (50%) für den Informatik Bachelor- und Masterstudiengang entsprechen im wesentlichen den auf den doppelten Umfang gestreckten Vollzeitstudiengängen. Bezogen auf die Prüfungsordnungen (BScPO-2-TZ und MScPO-2-TZ) sind daher nur wenige Anpassungen erforderlich, die der Übersichtlichkeit halber als Beschreibung der Änderungen gegenüber den Vollzeitstudiengängen unter Angabe der betroffenen Paragraphen angegeben werden.  

PO MA-TZPO BA-TZ
§1 (1)
§3 (1)
§1 (1)
§3 (1)
Anpassungen einiger Zahlen zur Streckung des
Studiums auf den doppelten Zeitumfang.
§9 (3)§9 (3)Explizite Begrenzung der Möglichkeit Prüfungen
abzulegen auf 18 ECTS-Punkte, also etwas mehr als die
halbe übliche Semesterarbeitslast (30 ECTS-Punkte).
Nicht ausgeschöpfte Punkte aus vorhergehenden
Semestern können zusätzlich zu den 18 ECTS-Punkten
nachgeholt werden.
§17 (5)§17 (5)Explizite Ermöglichung von Gruppenarbeit zwischen
zeitlich gleich getakteten Abschlussarbeiten von
Vollzeit- und Teilzeitstudierenden im Bachelor;
expliziter Ausschluss dieser Möglichkeit im Master.
§17 (2)
§17 (7)
§17 (2)Anpassung der Laufzeit der Masterarbeit, der
Möglichkeit der Themenrückgabe und der
Verlängerung (Faktor zwei) – nicht nötig bei
der Bachelorarbeit, da diese ohnehin in Teilzeit
erstellt wird.

In folgendem Dokument sind die daraus folgenden Neufassungen der betroffenen Paragraphen bzw. Absätze aufgeführt (Änderungen sind gelb markiert bzw. durchgestrichen). Nicht aufgeführte Paragraphen sind mit der jeweiligen Vollzeit-Ordnung identisch: Anpassung für das Teilzeitstudium

Bachelorteilzeitstudiengang Informatik

Bachelorteilzeitstudiengang Informatik

Der Bachelorteilzeitstudiengang Informatik ist in zwei Abschnitte aufgeteilt. Er verfolgt das Ziel breites Wissen in der Informatik zu vermitteln. Um den Studierenden bereits im Bachelor-Studiengang die Möglichkeit zu geben individuellen Interessen zu folgen, bestehen nach einer Grundausbildung mit Kerninhalten im ersten Studienabschnitt, Wahlmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Module im zweiten Studienabschnitt. Das Modulangebot der vier Gebiete, sowohl für den ersten als auch für den zweiten Studienabschnitt, kann dem Modulhandbuch entnommen werden.

Erster Studienabschnitt (1.-8. Semester)

Im ersten Studienabschnitt sind die Mathematik- und Informatik-Module Pflichtmodule ohne Wahlmöglichkeit für die Studierenden. Das Nebenfachstudium (NF) ist erst ab dem 5. Fachsemester vorgesehen, wodurch sich die Studierenden einerseits zunächst auf die Informatik- und Mathematikgrundlagen konzentrieren können, andererseits aber auch betreffs des Nebenfachs Zeit zur Orientierung und Meinungsbildung haben. In den ersten vier Fachsemestern können - auch zum Zweck der Nebenfachwahl - Veranstaltungen im Rahmen des Studium Generale (SG) absolviert werden. Bezüglich der Umfänge des Nebenfachs besteht im Wechselspiel mit dem Studium Generale eine gewisse Flexibilität (NF im gesamten Studium zwischen 18 und 22 ECTS, NF und SG zusammen genau 25 ECTS), auch um die Anpassung an die Punkteverteilung der verschiedenen Nebenfächer zu erleichtern. Typischerweise werden im ersten Studienabschnitt 11 ECTS-Punkte im Nebenfach und 5 ECTS-Punkte im Studium Generale absolviert. Gegen Ende des ersten Studienabschnitts kann optional die berufspraktische Phase von 8 Wochen stattfinden.

Die Informatik- und Mathematik-Module des ersten Studienabschnitts sind festgelegt und im Modulhandbuch inklusive Beschreibung aufgeführt. Sie werden absolviert, indem alle aufgeführten Veranstaltungen des Moduls besucht werden.

Zweiter Studienabschnitt (9.-12. Semester)

Die vier Informatik-Module des zweiten Studienabschnitts zu den einzelnen Gebieten tragen den Namen des entsprechenden Gebiets und werden durch Absolvieren von zwei Veranstaltungen aus dem zugehörigen Veranstaltungskatalog absolviert. Die Verpflichtung, alle vier Module zu absolvieren, stellt einerseits die Breite der Ausbildung sicher; das Angebot der Veranstaltungskataloge erlaubt andererseits auch in dieser Phase des Studiums bereits das Verfolgen individueller Interessen.

Zusätzlich wird im Modul Schlüsselkompetenzen ein Proseminar (3 ECTS) absolviert und die Teilnahme am verpflichtenden Mentorenprogramm (1 ECTS) verbucht. Das Proseminar bietet neben der punktuellen inhaltlichen Vertiefung eine Einführung in seminaristisches Arbeiten einschließlich eines eigenen Vortrages und des Schreibens einer Ausarbeitung. Das Mentorenprogramm fordert vom Studierenden einen bewussten Umgang mit der Studienplanung durch Reflektion und einen institutionalisierten Dialog mit Lehrenden.

Dazu kommen noch die Lehrveranstaltungen des Nebenfaches (typisch 9 ECTS-Punkte), und die Bachelorarbeit (12 ECTS-Punkte), zuzüglich einer vorbereitenden Arbeitsplanungsphase von 3 ECTS-Punkten. Die Themen der Bachelorarbeit werden so angelegt, dass eine Bearbeitungszeit, die 9 Wochen Vollzeitarbeit entspricht, der erfolgreichen Bearbeitung angemessen ist. Zusätzlich wird in der Arbeitsplanungsphase die Themenstellung erarbeitet und in Kooperation mit dem Betreuer festgeschrieben. Insgesamt stehen somit 12 Wochen Vollzeitarbeit für die Bachelorarbeit zur Verfügung

Studienplan

Die folgende Tabelle zeigt einen beispielhaften Studienplan für das Teilzeitstudium. Dabei sind die ersten acht Semester in ihrem zeitlichen Ablauf fest vorgegeben (außer für Studium Generale und Nebenfach). Im zweiten Studienabschnitt sind zwar die Module fest vorgegeben (MuA, SWT, ESS und MMW), aber die jeweils zwei darin zu absolvierenden Veranstaltungen frei wählbar. Die zeitliche Platzierung dieser Wahlpflichtveranstaltungen (SWT1, SWT2, ..., MMW2) in der Tabelle ist daher nur ein Beispiel und abhängig von Interessen und Verfügbarkeit vom Studierenden selbst vorzunehmen.

Verwendete Abkürzungen
AnaAnalysis
DuADatenstrukturen und Algorithmen
EBKfSEinführung in Berechenbarkeit, Komplexität und formale Sprachen
ESSEingebettete Systeme und Systemsoftware
GDBGrundlagen von Datenbanken
GMWGrundlagen der Mensch-Maschine-Wechselwirkung
GP1Grundlagen der Programmierung 1
GP2Grundlagen der Programmierung 2
GPSGrundlagen der Programmiersprachen
GRAGrundlagen der Rechnerarchitektur
GTIGrundlagen der technischen Informatik
KMSKonzepte und Methoden der Systemsoftware
LALineare Algebra
MMWMensch-Maschine-Wechselwirkung
MODModellierung
MuAModelle und Algorithmen
NFNebenfach
PGProjektgruppe
SESoftwareentwurf
SGStudium Generale
StStochastik
SWTSoftwaretechnik und Informationssysteme
SWTPRASoftwaretechnikpraktikum

Masterteilzeitstudiengang Informatik

Masterteilzeitstudiengang Informatik

Ziel des achtsemestrigen Master-Studienganges Informatik ist die Vertiefung der im Bachelor-Studiengang erworbenen Kenntnisse in einem oder mehreren Gebieten der Informatik. Dabei ist eines der vier Informatik-Gebiete als Vertiefungsgebiet zu wählen - in diesem Gebiet müssen 3 Module (je 8 ECTS) studiert werden; in den drei übrigen Gebieten muss jeweils ein Modul (je 8 ECTS) absolviert werden. Das Modulangebot der vier Gebiete kann dem Modulhandbuch entnommen werden.

Hinzu kommt eine Projektgruppe (30 ECTS), eine erprobte zweisemestrige Veranstaltungsform, in der im Team an einem forschungsnahen Thema gearbeitet wird. Einen Überblick über die aktuell und in der Vergangenheit angebotenen Projektgruppenthemen gibt die Projektgruppenseite. Die das Studium abschließende Master-Arbeit (30 ECTS) entwickelt sich thematisch vielfach aus dem Projektgruppenthema oder generell dem Vertiefungsgebiet, allerdings ist dies keine zwingende Regel. Die Master-Arbeit dehnt sich im Teilzeit-Master auf den Zeitraum eines ganzen Jahres aus. Hier wird streng darauf geachtet, dass die Themenstellung - trotz der langen Zeitdauer - in Relation zur sonst geforderten, insgesamt 6-monatigen Vollzeitarbeit angemessen definiert wird.

Zusätzlich werden Veranstaltungen in einem Nebenfach oder alternativ im Studium Generale im Umgang von 12 ECTS-Punkten absolviert. Für den Abschluss des rein englischsprachigen Masterstudiengangs ist der Besuch eines Deutschkurses im Umfang von 12 ECTS-Punkten im Studium Generale für ausländische Studierende verpflichtend. Die deutschsprachigen Masterstudierenden müssen als Voraussetzung hinreichend gute Englischkenntnisse nachweisen und im Laufe des Studiums einige Veranstaltungen im Gesamtumfang von mindestens 24 ECTS-Punkten in englischer Sprache absolvieren.

Studienverlauf Master

Die folgende Tabelle zeigt einen beispielhaften Studienplan für den Fall dass das Vertiefungsgebiet ESS gewählt wurde und daher drei ESS-Module (ESS-1, ESS-2 und ESS-3) absolviert werden müssen. In den drei anderen Gebieten muss jeweils ein Modul studiert werden. Die zeitliche Platzierung der einzelnen Module ist nur ein Beispiel und abhängig von Interessen und Verfügbarkeit durch den Studierenden selbst vorzunehmen.

Verwendete Abkürzungen
ESSEingebettete Systeme und Systemsoftware
MMWWMensch-Maschine-Wechselwirkung
MuAModelle und Algorithmen
NFNebenfach
PGProjektgruppe
SGStudium Generale
SWTSoftwaretechnik und Informationssysteme

Die Universität der Informationsgesellschaft