Wie lässt sich Informatik für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Altersstufen verständlich, praxisnah und zeitgemäß vermitteln? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich am Montag, 14. September 2026, rund 360 Lehrkräfte beim 22. Informatiktag NRW an der Universität Paderborn.
Zu der Fortbildungsveranstaltung hatte die Fachgruppe „Informatische Bildung in NRW“ (FG IBN) der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) in Kooperation mit der Universität Paderborn und der Bezirksregierung Detmold eingeladen. Angesprochen waren Informatiklehrkräfte aller Stufen an allgemein- und berufsbildenden Schulen, Referendar:innen sowie Studierende.
Im Mittelpunkt des Informatiktags standen insgesamt 29 Workshops, in denen die Teilnehmer:innen selbst aktiv werden und sich mit unterrichtspraktisch relevanten Themen auseinandersetzen konnten. Das vielfältige Angebot richtete sich an unterschiedliche Schulformen und Altersstufen.
Neben Workshops für die Sekundarstufe I und II fanden sich auch mehrere Angebote zur informatischen Bildung im Primarbereich. Damit wurde deutlich, dass informatische Bildung bereits in der Grundschule eine wichtige Rolle spielt und entsprechende didaktische Konzepte und Unterrichtsideen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Workshops boten den Teilnehmer:innen dabei die Möglichkeit, neue Methoden, Materialien und Ansätze selbst auszuprobieren und Erfahrungen für den eigenen Unterricht zu sammeln.
Ergänzt wurde das Workshopprogramm durch zwei Keynotes, die zentrale aktuelle Themen der informatischen Bildung aufgriffen. Die erste Keynote beschäftigte sich mit dem Thema „Informatik in der Grundschule“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie informatische Themen bereits für junge Lernende verständlich und altersgerecht vermittelt werden können. Dabei ging es insbesondere darum, wie grundlegende informatische Konzepte so aufbereitet werden können, dass Kinder einen ersten Zugang zur Informatik erhalten und eigene Erfahrungen mit informatischen Fragestellungen sammeln können. Die zweite Keynote widmete sich den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und deren Auswirkungen auf den Informatikunterricht. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie sich Informatikunterricht durch die rasanten Fortschritte im Bereich der KI verändert und welche neuen Herausforderungen und Möglichkeiten sich daraus für Schule und Unterricht ergeben.
Ein weiterer Bestandteil des Informatiktags war eine Ausstellung mit Angeboten aus dem Bereich der Schulinformatik sowie technisch-administrativen Produkten. Die Aussteller:innen präsentierten Lösungen, Materialien und Angebote, die für den Einsatz im schulischen Umfeld relevant sind. Die Ausstellung bot den Lehrkräften eine zusätzliche Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen und Produkte zu informieren, verschiedene Angebote kennenzulernen und mit den jeweiligen Ansprechpartner:innen ins Gespräch zu kommen.
Auch das Engagement von Schulen im Bereich der informatischen Bildung wurde gewürdigt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden besonders aktive Schulen im Bundeswettbewerb Informatik und beim Informatik-Biber geehrt. Die Auszeichnungen machten sichtbar, mit welchem Engagement sich Schulen und Schüler:innen über den regulären Unterricht hinaus mit Informatik beschäftigen und an entsprechenden Wettbewerben teilnehmen.
Neben den offiziellen Programmpunkten bot der Informatiktag zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Erfahrungsaustausch. Zwischen den Workshops, während der Pausen und im Rahmen der Ausstellung kamen Lehrkräfte, Studierende, Referendar:innen, Aussteller:innen und weitere Beteiligte miteinander ins Gespräch. Dabei konnten Erfahrungen aus dem eigenen Unterricht geteilt, neue Ideen diskutiert und Kontakte zu anderen Informatiklehrkräften geknüpft werden. Gerade dieser Austausch ist ein wichtiger Bestandteil einer solchen Fortbildungsveranstaltung und ermöglicht es, erfolgreiche Unterrichtsideen und praktische Erfahrungen über die eigene Schule hinaus weiterzugeben.
Auch der WDR war vor Ort: Auch das Fernsehen war beim 22. Informatiktag NRW vor Ort. Der WDR berichtete im Rahmen der „Lokalzeit OWL“ am 14. September 2026 über die Veranstaltung und die dort behandelten Themen.
Der Fernsehbeitrag ist in der ARD Mediathek verfügbar.