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Studierende in den Seminarräumen des O-Gebäudes, Foto: Universität Paderborn, Fotografin: Judith Kraft Bildinformationen anzeigen

Studierende in den Seminarräumen des O-Gebäudes, Foto: Universität Paderborn, Fotografin: Judith Kraft

| Laura Speer

Nicht nur den Trojanern auf der Spur

Exkursion der Projektgruppe (PG) „Hardware Trojans in Reconfigurable Computers“ nach Detmold

Trojaner sind allen bekannt. Wer sie nicht aus der antiken Geschichte kennt, wird sie wohl zumindest als Phänomen der modernen Zeiten in Computern wiederentdeckt haben. Eine Begegnung mit Ihnen kann unter Umständen sehr unangenehm werden, weshalb die tatsächliche Bedrohung durch Trojaner in Software aber auch in Hardware ein Thema ist, mit dem sich die Forschung intensiv beschäftigt. Angelehnt an dieses Thema wird an der Universität Paderborn seit dem Sommersemester 2017 eine Projektgruppe durchgeführt, in der sich Studierende eindringlich dem Thema "Hardware-Trojaner" widmen. Betreut wird die PG von Tobias Wiersema, M.Sc., und Prof. Dr. Marco Platzner aus dem Fachgebiet Technische Informatik.

Nach Abschluss der Seminar- und Einarbeitungsphase ging es für einen ersten intensiven Austausch auf eine Exkursion. Dort konnten die Teilnehmer auch herausfinden, wie wichtig das Thema für die Industrie ist. Prof. Dr. Platzner erläutert die Vorteile der Exkursion für die Studierenden: „Der Nutzen einer Exkursion liegt einerseits in der sehr zielgerichteten Austauschphase durch Vorträge und Diskussionen in einem zeitlichen Rahmen, der etwas weiter gesteckt ist als im normalen Lehrbetrieb. Andererseits wird den Studierenden die industrielle Bedeutung der Technologien, mit denen sie arbeiten, besser vor Augen geführt. Und letztlich gibt es eben auch den teambildenden Aspekt bei einer solchen Aktivität, schließlich arbeiten die Studierenden über ein Jahr zusammen an diesem Thema.“

Die Teilnehmer waren vor allem von dem Besuch der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG begeistert, wo sie die Produktion besichtigen konnten. Außerdem wurde während der Zeit der Exkursion die Weidmüller Akademie durch Referentin Swantje Hubrich vorgestellt und das Tätigkeitfeld "Industrial Analytics" näher erläutert. Im Anschluss wurde auf die existierende Forschungskooperation der Universität mit Weidmüller näher eingegangen. Im Rahmen des it's owl Spitzenclusters arbeitet das Fachgebiet Technische Informatik bereits seit 2014 mit Weidmüller an rekonfigurierbaren Software- und Hardwaresystemen für flexible Steuergeräte in der Automatisierungstechnik, insbesondere auch für Analysefunktionen (Edge Analytics), zusammen. Viele dieser Funktionen unterstützen bzw. garantieren die Sicherheit einer Anlage, weshalb das Projektgruppenthema Hardware-Trojaner sehr relevant ist.

Nach so viel akademischem Input konnten die überwiegend internationalen Studierenden aber auch etwas von der Region erkunden. Ein Besuch bei den Externsteinen, der durch Erläuterungen eines Paderborner Geschichtsstudenten ergänzt wurde, bildete die gelungene Abrundung des zweitägigen Programms. Bei den Teilnehmern kam die Exkursion sehr gut an. Daniels Ilori fasst seine Erfahrungen zusammen: „The block seminar away from the school for me was really refreshing and fantastic. As a group we were able to learn few things about one another [...]. The visit of the group to the Wiedmuller company was really educative and an eye opener, as we got to learn about the production process first-hand. [...]The trip was very well planned [...].. We had a successful seminar and returned to Paderborn more sophisticated.“

Nach der Exkursion konnte es mit den neuen Erkenntnissen und einer gestärkten Gruppendynamik richtig gut weiter gehen in der PG „Hardware Trojans in Reconfigurable Computers“.

Viel Erfolg!

Die Universität der Informationsgesellschaft