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Foto: Judith Kraft

Augmented Internet

Hintergrund informationszentrische Netze

Das heutige Internet ist ein knotenzentrisches Netz, in dem die Kommunikation zwischen Endknoten des Netzes (i.a. Rechner) im Vordergrund steht. Bei vielen Anwendungen steht jedoch die Information wie z.B. eine Webseite oder eine Audio-/Videodatei im Vordergrund. Dabei ist es dem Anwender häufig egal, von welchem Rechner er die Daten bezieht. Das heutige Internet erfordert jedoch, dass immer eine Verbindung zu einem bestimmten Rechner aufgebaut wird. Da der knotenzentrische Ansatz des heutigen Internets den Anforderungen von informationszentrischen Anwendungen nicht gerecht wird und die Optimierung von Anfragen verhindert, wird an informationszentrischen Ansätzen geforscht. In einem informationszentrischen Netz werden Informationsobjekte in den Vordergrund gestellt. Das Netz kann wie eine große verteilte Datenbank betrachtet werden, an die Anfragen für bestimmte Objekte gestellt werden können. Hierbei verfügt das Netz im Gegensatz zum heutigen Internet über fortschrittliche Suchmöglichkeiten, die Möglichkeit, dem Nutzer eine Kopie der Daten vom jeweils günstigsten Knoten oder auch mehreren Knoten gleichzeitig zu liefern und Anfragen mehrerer Nutzer für die gleichen Daten zu optimieren. Dadurch kann der Datentransfer im Netz und zum Nutzer erheblich optimiert werden. Verwandte Ansätze sind z.B. aus P2P Netzen bekannt (z.B. Bittorent). Teil der Forschung ist es, ähnliche Ansätze direkt ins Netz zu integrieren anstatt diese als Overlay Netz zu realisieren.

Szenario-Hintergrund: Real-world / Internet Integration

Heutige mobile Internet-Anwendungen leiden oft darunter, dass ihre Benutzerschnittstelle nicht den Anforderungen der Nutzer gerecht wird. Möchte ein Nutzer z.B. während einer Sightseeing-Tour Informationen über ein bestimmtes Denkmal oder Gebäude erhalten, so muss er heute einen mobilen Browser benutzen und mittels Volltextsuche (z.B. Google) passende Information suchen und sich dann durch eine Vielzahl von möglichen Treffern durcharbeiten. Dies widerspricht jedoch dem Wunsch des Nutzers, möglichst schnell vor Ort die passende Information über das Gebäude zu erhalten. Gerade bei mobilen Anwendungen ist der direkte Zugang zu den passenden Informationen besonders wichtig. Das Szenario der Verbindung von realer Welt und Internet versucht daher, Objekte, Personen und Orte aus der realen Welt im Internet zu repräsentieren und diese virtuellen Repräsentanzen mit den realen Objekten zu verknüpfen, z.B. über ihre GPS-Position oder RFID Tags. Hierdurch soll ermöglicht werden, dass der Nutzer z.B. direkt mit seinem Handy auf ein Gebäude zeigen/klicken kann und die passende Information zu diesem Objekt z.B. direkt auf dem Display oder via Augmented Reality in einer Datenbrille angezeigt wird.

Aufgabenbeschreibung

Die Verknüpfung von realer Welt und Internet ist aus mehreren Gründen sehr gut geeignet, um mittels eines informationszentrischen Netzes abgebildet zu werden. Aufgabe der Projektgruppe ist es daher, zunächst einen Prototypen einer Infrastruktur zu entwickeln, auf Basis derer Augmented Internet Anwendungen (Anwendungen, die eine Verknüpfung von realer Welt und Internet herstellen) erstellt werden können. Diese Infrastruktur wird auf bereits existierenden Konzepten aufbauen und diese ggf. erweitern. Auf Basis dieses Prototypen soll dann eine Beispielanwendung entwickelt werden, die das Abfragen von Informationen über reale Objekte direkt mittels eines Handys ermöglicht.

Die Arbeit gliedert sich grob in folgende Punkte:

  • Entwicklung eines Prototypen einer Infrastruktur, die Augmented Internet Anwendungen ermöglicht (basierend auf existierenden Network of Information-Konzepten)
  • Entwicklung einer Augmented Internet Anwendung auf Basis dieser Infrastruktur (mobiler Client und Server-Teil)

Literaturhinweise, Verweise

  • A. Tanenbaum, Computer Networks, Prentice Hall, 2003
  • A. Tanenbaum, M. V. Steen: Distributed Systems - Principles and Paradigms, Second Edition, 2007

Weiterführendes Programmierung

  • B. Kernighan/D. Ritchie, Programmieren in C, Carl Hanser Verlag, 1990

Die Universität der Informationsgesellschaft