Nachrichten - Fakultät EIM - Informatik (Uni Paderborn) http://cs.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen des Instituts für Informatik (Universität Paderborn) de_DE Uni Paderborn Sun, 05 Apr 2020 00:16:20 +0200 Sun, 05 Apr 2020 00:16:20 +0200 Uni Paderborn news-11013 Fri, 03 Apr 2020 14:32:24 +0200 Hinter den Kulissen cs-news-single-view/news/hinter-den-kulissen/ Was die Fakultät und ihre Mitarbeiter*innen jetzt leisten Was die Fakultät und ihre Mitarbeiter*innen jetzt leisten

Die Universität ist seit dem 18. März in den Kernbetrieb übergegangen. Fast alle Mitarbeiter sind in das sogenannte Homeoffice gewechselt und auch unsere Studierenden haben jetzt für einige Zeit ihr Studium von zu Hause aus zu absolvieren. Aber was bedeutet das eigentlich und wer macht jetzt grade was?

In der Fakultät gibt es feste Strukturen, die uns helfen Veränderungen solide umzusetzen. Sei es bei administrativen Fragen wie der Postverteilung oder bei Fragen nach erlaubten Prüfungsabnahmen. Unser Dekan, Prof. Dr. Peter Schreier, informiert die Beschäftigten in der Fakultät regelmäßig über die Veränderungen, die diese neue Arbeitsweise mit sich bringt. Wir erfahren wie eng wir bisher zusammengearbeitet haben. Der Geschäftsführer Dr. Markus Holt erklärt uns wie die Fakultät nun auf die Situation reagiert:
„Die Fakultät ist, wie die anderen Fakultäten, mit dem Dekan im Krisenstab vertreten, in dem Entscheidungen, die den Unibetrieb in den nächsten Wochen und Monaten betreffen, getroffen werden, und der sehr schnell auf eine geänderte Lage reagieren kann.
Unabhängig davon ist unser Ziel als Fakultät, für unsere Studierenden, Wissenschaftler und Mitarbeiter soviel Betrieb wie möglich aufrechtzuerhalten: Dekan, Dekanat und Geschäftsführung stehen dazu mehrmals täglich in Verbindung, um unsere Prozesse an die neue Situation anzupassen und Lösungen zu finden. Wir haben unsere internen Abläufe, also zum Beispiel auch den Post-Dienstweg, sehr schnell an die neue Situation angepasst, so dass Anträge und andere Schreiben jetzt sogar um ein Mehrfaches schneller bearbeitet werden können als zuvor.“

Längst zeigt sich, dass das Bild des Einzelgängers, der vor seinem Rechner sitzt bei uns nie Realität war. Unsere Wissenschaftler sind eifrig dabei die richtigen Tools zu finden, um weiterhin eng miteinander in Kontakt stehen zu können. Teamarbeit ist gefragt, sowohl in der Forschung als auch bei der Frage nach dem richtigen Format für die Online Lehre. Die Uni stellt den Rahmen, aber umsetzen müssen es die einzelnen Lehrenden, auf die nun auch neue Herausforderungen zukommen.

Die Errungenschaften der Informationstechnologie sind wichtig geworden, sie bilden für uns alle eine wichtige Brücke, um die Menschen zu verbinden, sowohl im Privaten als auch während der jetzigen Arbeitssituation. Neben der klassischen Variante der Email wird inzwischen eifrig z.B. mit Microsoft Teams gearbeitet, um sich zu besprechen.

„Dafür fehlen die kurzen, spontanen Besprechungen mit den Arbeitskollegen zwischen Tür und Angel. Die konnten sonst immer ein guter Denkanstoß sein“, so Tim Hansmeier, Mitarbeiter im Institut für Informatik. Auch der gemeinsame Weg zur Mensa fehlt. Trotzdem sehen viele auch neben einigen Nachteilen das Positive und können vor allem dem eingesparten Arbeitsweg und der besseren Familienpräsenz etwas abgewinnen. Wer jetzt einen eigenen Büroraum zu Hause hat kann tatsächlich froh sein. So sieht es zumindest Tobias Wiersema der als wissenschaftlicher Mitarbeiter sonst täglich zur Arbeit pendelt.

Er denkt auch darüber nach, wie es unseren Studierenden mit der Situation im Sommersemester so gehen mag: „Da es aber bei so etwas auf die Mitwirkung jedes Einzelnen ankommt, kommen wir da momentan nicht drum herum. Die Kunst ist es nun, aus der Not eine Tugend zu machen.“ Er rät zur Beschäftigung und vielleicht wird es ja eine Fremdsprache, Programmieren, ein Instrument, Filme schneiden oder die Aufarbeitung des Hintergrundwissens, das euch vor zwei Semestern so böse gefehlt hat?“
Sein Kollege Tim Hansmeier rät dagegen zu Gelassenheit: „Falls sich durch die Corona Pandemie gerade Probleme für eure Studienorganisation ergeben: Probiert’s mal mit Gemütlichkeit. Die Situation ist für alle Beteiligten neu und es werden nahezu täglich neue (Ausnahme-)Regelungen bekanntgegeben. Solange ihr gesund seid, stehen die Chancen also nicht schlecht, dass sich euer Problem fast von selbst löst - zumindest was das Studium betrifft.“

Die aktuellen Entwicklungen sind immer auf den Informationsseiten der Universität zu finden und zusätzlich auf den Seiten unserer Fakultät.

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news-11007 Tue, 31 Mar 2020 20:58:36 +0200 Unterstütze auch du die COVID-19 Impfstoffentwicklung! cs-news-single-view/news/unterstuetze-auch-du-die-covid-19-impfstoffentwicklung/ Da aktuell die Poolräume der Informatik an der Universität Paderborn nicht genutzt werden können, hat sich das Institut dazu entschlossen die dortigen Rechner am Folding@home-Projekt der Universität Stanford teilnehmen zu lassen. Die ungenutzte Rechenleistung der neuen, schnellen Rechnersysteme wird für Simulationen von Proteinstrukturen bereitgestellt. Dies ist wichtig, um die Wirkungsweise des SARS-CoV-2 besser zu verstehen und somit einen Impfstoff entwickeln zu können.

Eine komplexe Aufgabe wird dabei auf mehrere Rechner verteilt und deren Leistung zur Bewältigung der Aufgabe genutzt. Durch das verteilte Rechnen können so ungenutzte Verarbeitungsressourcen von Personalcomputern, auf denen die Software installiert ist, genutzt werden. Die Teilnehmer erhalten Teile einer Simulation, berechnen diese und senden sie dann an die Datenbankserver des Projekts zurück. Dort entsteht dann eine Gesamtsimulation.

Auch du kannst jetzt am Projekt teilnehmen und dem Team der Informatik beitreten!

Teamname:      Paderborn University Department of Computer Science

Team ID:            252827

Team-Statistik: https://stats.foldingathome.org/team/252827

Weitere Infos und die benötigte Software gibt es auf der offiziellen Seite des Projekts:
https://foldingathome.org/

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news-10987 Mon, 16 Mar 2020 12:25:36 +0100 Coronavirus: Aktuelle Informationen cs-news-single-view/news/coronavirus-aktuelle-informationen/ Hinweise der Hochschulleitung Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Infektionserkrankung COVID-19 („Corona virus induced disease“) breiten sich nach aktuellem Stand weiter aus. Hinweise der Hochschulleitung

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Infektionserkrankung COVID-19 („Corona virus induced disease“) breiten sich nach aktuellem Stand weiter aus.

Die Universität Paderborn hat deshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und Regelungen festgelegt, die zusammen mit weiteren Informationen laufend auf der dafür eingerichteten Webseite aktualisiert werden. Durch die Einhaltung dieser Maßnahmen tragen Sie dazu bei, der weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen.

Für Universitätsangehörige wurden die Mailadressen coronavirus-beschaeftigte(at)uni-paderborn(dot)de (Beschäftigte) und coronavirus-studierende(at)uni-paderborn(dot)de (Studierende) eingerichtet, an die sie sich mit ihren Fragen wenden können.

Weitere Informationen und Hinweise von der Universität finden Sie hier, spezielle Informationen von der Fakultät EIM finden Sie hier.

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news-10967 Thu, 12 Mar 2020 11:26:00 +0100 IT-Sicherheit ohne Hürden: Forschungsprojekt „KMU. Einfach Sicher.“ gestartet cs-news-single-view/news/it-sicherheit-ohne-huerden-forschungsprojekt-kmu-einfach-sicher-gestartet/ Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland haben Bedarf, ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Der Markt an Produkten ist groß, viele Informationsquellen zu fachlich und Schulungen sind kostspielig. Gefragt sind daher wirkungsvolle und leicht bedienbare Weiterbildungsangebote. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt „KMU. Einfach Sicher.“ an. Ende Februar ist dieses Projekt mit einer Kick-Off-Veranstaltung gestartet. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einer Million Euro gefördert. Die Projektlaufzeit endet im Juni 2022.

Das interdisziplinäre Projektteam setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SICP – Software Innovation Campus der Universität Paderborn und Akteuren der Didaktik der Informatik, des Zentrums für Informations- und Medientechnologien (IMT) und der Medienpädagogik und empirischen Medienforschung, dem Technologienetzwerk InnoZent OWL e. V. und der coactum GmbH zusammen. Zu den assoziierten Transferpartnern zählen die Industrie- und Handelskammern Arnsberg und Ostwestfalen zu Bielefeld. Die Kick-Off Veranstaltung diente dazu, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Projektträger, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Projektstand und die anstehenden Arbeiten und Ziele des Projektes zu geben.

Mit geringem Aufwand zu besserer IT-Sicherheit

„In den Zeiten von Industrie 4.0 prägt die Informationstechnik zahlreiche betriebliche Prozesse, Tendenz steigend. Die Bedeutung von IT-Sicherheit wird daher immer wichtiger. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen hierbei vor besonderen Herausforderungen“, so Dr. Simon Oberthür, Projektleiter und Manager des Kompetenzbereichs Digital Security im SICP. Oft fehlt entsprechendes IT-Fachpersonal und damit einhergehendes innerbetriebliches Wissen. Gefragt sind daher kosteneffiziente und leicht bedienbare Lösungen im Bereich IT-Sicherheit wie unter anderem die WIK-Studie zur „Aktuellen Lage der IT-Sicherheit in KMU“ zeigt. „Ziel des Forschungsprojektes ist es, Verfahren und Maßnahmen zu entwickeln und zu integrieren, die es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, mit geringem Aufwand ihre IT-Sicherheit signifikant zu verbessern“, erläutert Michael Kemkes, Geschäftsführer bei InnoZent OWL.

Weiterbildungsplattform fördert Nachhaltigkeit

Innerhalb des Vorhabens soll eine Weiterbildungsplattform für Unternehmen umgesetzt werden. Diese beinhaltet zum einen ein vereinfachtes Risikobewertungsverfahren, das unkompliziert und einfach den Bedarf und die Gefährdungsbereiche innerhalb der Unternehmen identifiziert. Zum anderen umfasst die Plattform individuelle und kostenfreie multimediale Bildungsangebote. Diese technische Umsetzung wird vom Projektpartner coactum GmbH übernommen. Das übergeordnete Ziel der Plattform ist, die IT-Sicherheit in KMUs nachhaltig zu verbessern. So sollen die Weiterbildungsangebote dazu dienen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die IT-Sicherheitsthemen spannend, arbeitsplatzrelevant und nachhaltig näher zu bringen. „Das Projekt erforscht dabei die Fragestellungen: Kann ein überschaubares Wissen über den Aufbau und die Struktur von Computersystemen hinreichend sein, um diese kompetent und selbstbewusst bedienen zu können? Wie vermittelt man dieses Wissen, sodass einerseits eine gesunde Basis für ein selbstbestimmtes Nutzen von Computersystemen entsteht und andererseits auf Dauer eine nachhaltige Bedienkompetenz von Computersystemen etabliert werden kann“, erläutert Prof. Dr. Carsten Schulte, Professor der Didaktik der Informatik an der Universität Paderborn. „Am Beispiel der Themen rund um die IT-Sicherheit nutzen wir die Chancen des Projektes „KMU. Einfach Sicher.“, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen“, so Schulte weiter.

Darüber hinaus wird durch das Forschungsprojekt eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem eLearning-Einsatz in der beruflichen Bildung im Themenfeld IT-Sicherheit ermöglicht. „Dabei wird aus Sicht der Medienforschung untersucht, wie die Weiterbildungsplattform so gestaltet werden kann, dass sie Medienkompetenzen mit dem Ziel einer nachhaltigen Sicherheitskultur innerhalb des Unternehmens erweitert“, so Prof. Dr. Dorothee Meister, Professorin für Medienpädagogik und empirische Medienforschung an der Universität Paderborn. „Wichtig ist es, mit Hilfe von attraktiven Weiterbildungsangeboten die Lernmotivation zu erhöhen und Möglichkeiten zu bieten, über das gesamte Berufsleben hinweg Angebote der Medienbildung gerne wahrzunehmen", ergänzt Meister. Das Erkenntnisinteresse hinsichtlich des didaktischen Konzepts und dessen multimediale Umsetzung steht folglich im Vordergrund des Projektes. Dabei werden immer wieder Bezüge zu weiteren Projekten aus der IT-Sicherheit in der Wirtschaft hergestellt und die KMUs stets miteinbezogen.

Die Projektergebnisse werden KMUs zukünftig über https://kmu-einfach-sicher.de kostenlos zur Verfügung gestellt.

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news-10979 Wed, 11 Mar 2020 13:30:45 +0100 Tag der IT-Sicherheit an der Universität Paderborn wird verschoben cs-news-single-view/news/tag-der-it-sicherheit-an-der-universitaet-paderborn-wird-verschoben/ Der 15. Tag der IT-Sicherheit, der ursprünglich am 18. und 19. März an der Universität Paderborn sattfinden sollte, wird verschoben. Damit reagieren die Veranstalter – Universität und SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn – auf aktuelle Empfehlungen des Kreises und des Bundes. Der Schutz der Gesundheit von Referenten, Mitarbeitenden und Gästen habe oberste Priorität, so die Veranstalter. Ein neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

Neuigkeiten und aktuelle Informationen finden Sie in unserem Newsroom unter:
go.upb.de/Newsroom

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news-10973 Wed, 11 Mar 2020 12:37:35 +0100 „Job-Infotag“ am 28. März wird verschoben cs-news-single-view/news/job-infotag-am-28-maerz-wird-verschoben/ Der Job-Infotag für Schülerinnen und Schüler, der ursprünglich am 28. März an der Universität Paderborn sattfinden sollte, wird verschoben. Damit reagieren die Veranstalter – die vier Rotary-Clubs aus Paderborn, die Agentur für Arbeit und die Universität – auf aktuelle Empfehlungen des Kreises und des Bundes für Großveranstaltungen. Primäres Ziel sei es, Besucher*innen und Gäste zu schützen und keine unnötigen Risiken einzugehen. Ein neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

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news-10971 Tue, 10 Mar 2020 13:25:03 +0100 Bewerbungsfrist des Software Campus geht in die Schlussphase cs-news-single-view/news/bewerbungsfrist-des-software-campus-geht-in-die-schlussphase/ Auch in diesem Jahr sucht der Software Campus Masterstudierende sowie Promovierende der Informatik mit herausragenden akademischen Leistungen und innovativem Unternehmergeist.

Im Rahmen des Programms soll das Interesse an Führungsaufgaben oder der Unternehmungsgründung gefördert und IT-Talente auf führende Positionen in der Digitalwirtschaft vorbereitet werden.

In Kooperation mit Partnern aus Industrie und Forschung leiten die Teilnehmer*innen ein eigenes IT-Forschungsprojekt, welches mit bis zu 100.000 € für maximal 2 Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Außerdem erhalten sie intensive Trainings in den Bereichen der Methoden-, Sozial- und Führungskompetenzen. Zurzeit unterstützen 21 Forschungs-und Industriepartner den Software Campus, darunter die DATEV eG, die Holtzbrinck Publishing Group, Huawei, Merck, Rohde & Schwarz, die Scheer Holding, die Software AG, die TRUMPF Gruppe, die Carl Zeiss AG sowie MediaMarktSaturn.

Auch Studierende und Promovierende aus benachbarten Disziplinen können teilnehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Masterarbeit oder Promotion von einer Partner-Universität des Software Campus betreut wurde.

Die Bewerbung erfolgt auf der Bewerbungsplattform und ist noch bis zum 20. März 2020 unter https://bewerbung.softwarecampus.de möglich.

Alle wichtigen Informationen gibt es auch unter: https://softwarecampus.de/bewerbung/

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news-10963 Mon, 09 Mar 2020 14:36:14 +0100 „Der Gesetzgeber sollte Kryptowährungen flächendeckend verbieten“ cs-news-single-view/news/der-gesetzgeber-sollte-kryptowaehrungen-flaechendeckend-verbieten/ Immer wieder werden Bürger und große Einrichtungen zum Ziel von Cyber-Kriminellen – so etwa Ende 2019 medienwirksam die Universität Gießen. Wel-che Schwachstellen werden hier genutzt und wie arbeitet Schadsoftware? Wodurch lassen sich die eigenen Systeme schützen? IT-Sicherheitsexperte Prof. Dr. Eric Bodden gibt Einblicke und Tipps, sagt, welche Maßnahmen er von der Politik erwartet, und erklärt, welchen Beitrag seine Forschung und der Paderborner „Tag der IT-Sicherheit“ leisten wollen. Prof. Dr. Eric Bodden zum Thema IT-Sicherheit

Immer wieder werden Bürger und große Einrichtungen zum Ziel von Cyber-Kriminellen – so etwa Ende 2019 medienwirksam die Universität Gießen. Welche Schwachstellen werden hier genutzt und wie arbeitet Schadsoftware? Wodurch lassen sich die eigenen Systeme schützen? IT-Sicherheitsexperte Prof. Dr. Eric Bodden gibt Einblicke und Tipps, sagt, welche Maßnahmen er von der Politik erwartet, und erklärt, welchen Beitrag seine Forschung und der Paderborner „Tag der IT-Sicherheit“ leisten wollen.

Herr Bodden, Ende letzten Jahres wurde die Justus-Liebig-Universität Gießen Ziel eines Angriffs von Cyber-Kriminellen. Um Schlimmeres zu verhindern, wurden alle Uni-Server herunterfahren und die Hochschule war zeitweise komplett offline. So ließ sich vermeiden, dass die eingesetzten Schadprogramme „Emotet“ und „Ryuk“ ihre Wirkung entfalten und massenhaft Daten verschlüsseln konnten. In anderen Fällen waren Cyber-Angriffe bereits erfolgreich. Welche IT-Schwachstellen nutzen Kriminelle bei großen Einrichtungen derzeit?

Eric Bodden: Moderne Malware wird oft arbeitsteilig entwickelt und kommt als Baukasten daher. Es gibt dann viele Varianten, die verschiedenste Schwachstellen in unterschiedlichen Softwaresystemen ausnutzen. Die wohl bekannteste Schwachstelle, die Emotet ausnutzte, lag in Microsofts Implementierung des SMB-Protokolls. Der Server Message Block ist ein Netzprotokoll für beispielsweise Dateidienste in Rechnernetzen und erlaubt den Zugriff auf Dateien und Verzeichnisse, die sich auf einem anderen Computer befinden. Durch das SMB-Protokoll ließen sich viele Windows-Systeme ausnutzen. Die Schwachstelle wurde durch den vom US-Auslandsgemeindienst NSA entwickelten Exploit „EternalBlue“ bekannt. Der Exploit wurde der NSA gestohlen und 2017 publik gemacht. Zu diesem Zeitpunkt stand von Microsoft bereits ein Patch bereit, wurde aber offenbar auf einer großen Anzahl von Systemen nicht zeitnah eingespielt. So hatte Emotet dann leichtes Spiel.

Architektur einer Cyber-Attacke: Wie arbeitet Schadsoftware wie „Emotet“ und „Ryuk“?

Bodden: Aktuelle Schadsoftware ist relativ perfide. So liest Emotet beispielsweise auf infizierten Rechnern E-Mail-Postfächer aus, um dann den darin enthaltenen Kontakten zielgerichtete Mails zu schicken, die aussehen als kämen sie direkt von der Person, der der infizierte Account gehört. Diese Phishing-Mails enthalten dann z. B. Auszüge aus real versandten E-Mails. Das Ziel dieser Mails ist immer, die Empfänger dazu zu verleiten, auf bestimmte Anhänge oder Links zu klicken. Hierdurch wird die Schadsoftware dann auch beim Empfänger aktiv. Neuere Versionen von Schadsoftware nutzen gleich eine ganze Reihe von Verbreitungsvektoren und versuchen beispielsweise, Schwachstellen direkt über eine WLAN-Verbindung auszunutzen. Da genügt es dann schon, mit einem ungepatchten Rechner im falschen Netzwerk zu sein, um infiziert zu werden.

Ob Universität, Industrieanlage oder Verkehrsleitsystem: Durch welche technischen und organisatorischen Maßnahmen lassen sich softwaregesteuerte und vernetzte Systeme derzeit am effektivsten vor Cyber-Angriffen schützen?

Bodden: Wie oben beschrieben ist eine wichtige Schwachstelle leider der Faktor Mensch. Eine erste wichtige Maßnahme ist daher aktuell, die Beschäftigten so zu sensibilisieren, dass sie Phishing-Mails besser erkennen. Mit aktueller Schadsoftware gerät man hierbei jedoch an seine Grenzen, da man die E-Mails eben nicht mehr sofort als Fälschungen erkennt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist daher das schnelle und möglichst automatisierte Einspielen von Sicherheitsupdates. Hierzu gibt es mittlerweile ausgefeilte Systeme, mit denen auch tausende Rechner gleichzeitig administriert werden können. Oftmals besteht aber das Problem, dass bestimmte Sicherheitsupdates nur mit sogenannten Feature-Updates zu haben sind – und diese sind unter Umständen ungewollt, da sie eine Umstellung der gewohnten Arbeitsabfolgen nach sich ziehen. Hier sind daher auch die Softwarehersteller gefragt, solche Updates besser voneinander zu entkoppeln.

Aktuelle Ransomware verschlüsselt regelmäßig die Daten auf den infizierten Systemen und verlangt dann Lösegeld – üblicherweise in Form von Bitcoins. Man kann solche Systeme eigentlich kostenlos wiederherstellen, wenn aktuelle Backups existieren. Eine systematische Backuplösung gehört nicht nur aus diesem Grund heute in jede Unternehmens-IT. Um das Geschäftsmodell der Ransomware-Entwickler zu unterbinden, ist aber auch die Politik gefragt: Es ist heutzutage offensichtlich, dass Kryptowährungen wie Bitcoin in erster Linie der organisierten Kriminalität dienen. Der Nutzen für Privatleute und Unternehmen ist hingegen verschwindend gering. Daher sollte der Gesetzgeber meiner Meinung nach ein flächendeckendes Verbot für solche Technologien aussprechen.

Was ist zu tun, wenn es dennoch zum Cyber-Angriff kommt?

Bodden: In Fällen wie dem an der Universität Gießen zeigte sich, dass noch Schlimmeres verhindert werden konnte, indem viele Rechner relativ frühzeitig nach den ersten erkannten Angriffen heruntergefahren wurden. Damit wird die Infektion zumindest eingedämmt. Die potenziell infizierten Festplatten der Systeme können dann „offline“ bereinigt werden, also ohne sie aktivieren zu müssen. Hierzu sollten unbedingt Expertenteams hinzugezogen werden. Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch in Deutschland einige Unternehmen, die auf diese sogenannte Forensik spezialisiert sind.

In der von Ihnen geleiteten Fachgruppe „Softwaretechnik“ am Heinz Nixdorf Institut der Uni Paderborn und im Kompetenzbereich „Digital Security“ des SICP - Software Innovation Campus Paderborn setzen Sie und Ihre Kollegen bereits am Anfang an: bei der Entwicklung von Softwaresystemen. Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Forschung?

Bodden: Schafsoftware hat heute vor allem deswegen so leichtes Spiel, weil in aktuellen Systemen unzählige Schwachstellen vorhanden sind. Sie entstehen beispielsweise durch falsche Annahmen bezüglich kryptografischer Protokolle oder der Sicherheitsarchitektur, vor allem aber durch Programmierfehler. Um diese Fehler systematisch zu vermeiden, benötigt man einen durchgeplanten Ansatz zum sogenannten Secure Software Engineering. Hierbei wird der sonst übliche Softwareentwicklungsprozess um eine Reihe von Security Touch-Points erweitert, an denen mittels systematischer Prozesse oder effektiver Werkzeuge die IT-Sicherheit entsprechend beachtet und erhöht wird.

Seit Ende 2019 fördert die EU Ihr Forschungsprojekt „CodeShield“. Was untersuchen Sie hier?

Bodden: Das Ziel des Projekts ist die Gründung der CodeShield GmbH, einer Ausgründung der Universität Paderborn und des Fraunhofer-Instituts für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM), der initial neben mir selbst drei ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter angehören werden. Die Einrichtung wird ein Softwarewerkzeug entwickeln und vertreiben, mit dem Unternehmen ihre Software-Lieferkette absichern können. Das ist auch zwingend notwendig, denn: Heutige Softwaresysteme bestehen nur zu circa 10 Prozent aus selbstgeschriebenem Programmcode. Rund 90 Prozent werden beispielsweise über das Einbinden von Open-Source-Bibliotheken realisiert. Aber diese Bibliotheken haben oft Schwachstellen – und die werden regelmäßig prominent bekannt und daher schnell ausgenutzt. Setzt mein System eine anfällige Bibliothek ein, kann diese das System direkt angreifbar machen – teilweise genügt es dafür schon, dass die Bibliothek einfach nur eingebunden wurde.

Die Lösung von CodeShield erlaubt es Unternehmen, nicht nur zu erkennen, ob sie verletzliche Komponenten einsetzen, sondern auch, ob diese so eingesetzt werden, dass die jeweilige Schwachstelle für das System relevant ist und daher ein Update eingespielt werden muss. Dies hilft Unternehmen, ihre Systeme besser zu sichern und signifikant Kosten zu sparen. Als erste Lösung am Markt wird Codeshield hierbei auch Schwachstellen in einem Library-Code erkennen, der neu kompiliert oder zusammengestellt wurde.

Quantencomputer und Co.: Welche neuen IT-Techniken sind derzeit für Sicherheitslösungen besonders Erfolg versprechend? 

Bodden: Die praktische Anwendung von Quantencomputern scheint immer noch Jahrzehnte entfernt, wenn sie denn überhaupt einmal kosteneffektiv möglich werden sollte. Und selbst wenn es sie gäbe, würden diese Computer in Sachen IT-Sicherheit eventuell mehr Probleme verursachen als Lösungen aufzeigen, denn dann würden z. B. Verschlüsselungsalgorithmen wie RSA unbrauchbar, da Quantencomputer sie leicht brechen könnten.

Es gibt aber signifikante Fortschritte auf vielen Feldern der IT-Sicherheit. Im meinem eigenen Gebiet, der Softwaretechnik, wurden in den letzten Jahren großartige Fortschritte in Sachen Build- und Testautomatisierung erzielt. So befähigen wir heute schon Unternehmen, weitaus schneller wesentlich größere Softwaresysteme zu bauen – und zwar kontrolliert und unter Einhaltung von Best Practices in Bezug auf die IT-Sicherheit.

Fortschritte in der angewandten Kryptografie wiederum erlauben beispielweise spannende neue Wege zu mehr Datensparsamkeit. Ein praktisches Beispiel ist etwa der elektronische Personalausweis: Mit diesem können Bürger einen Altersnachweis führen ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Daten, die so eingespart werden, können auch nicht gestohlen werden – ein wichtiger Schritt zu mehr Security by Design.

Am 18. und 19. März richtet der SICP bereits zum 15. Mal den „Tag der IT-Sicherheit“ aus. Was erwartet Interessierte hier und was wollen Sie mit dem Veranstaltungsformat erreichen?

Bodden: Die Veranstaltung richtet sich primär an Security-Verantwortliche und Interessierte aus Unternehmen und Verbänden. Wir bieten auch dieses Jahr wieder einen spannenden Mix aus Vorträgen aus der angewandten Forschung und der Praxis – mit einem breiten Spektrum von technischen bis hin zu juristischen Themen. In Workshops werden einzelne Themen dann interaktiv weiter vertieft. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Interessierte können sich noch bis zum 11. März für den „Tag der IT-Sicherheit“ anmelden: bit.ly/TdITS20.

Interview: Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-10941 Fri, 06 Mar 2020 12:11:42 +0100 Weierstraß-Vorlesung von Fields-Medaillen-Träger Prof. Dr. Peter Scholze cs-news-single-view/news/weierstrass-vorlesung-von-fields-medaillen-traeger-prof-dr-peter-scholze/ Auch in diesem Jahr ist es der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik gelungen, einen der weltweit renommiertesten Mathematiker für die jährliche Weierstraß-Vorlesung nach Paderborn zu holen. Prof. Dr. Peter Scholze, der als zweiter deutscher Mathematiker überhaupt 2018 mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde, hält am Freitag, 24. April, um 16 Uhr die Weierstraß-Vorlesung im Hörsaal O1. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Auch in diesem Jahr ist es der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik gelungen, einen der weltweit renommiertesten Mathematiker für die jährliche Weierstraß-Vorlesung nach Paderborn zu holen. Prof. Dr. Peter Scholze, der als zweiter deutscher Mathematiker überhaupt 2018 mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde, hält am Freitag, 24. April, um 16 Uhr die Weierstraß-Vorlesung im Hörsaal O1. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Das Arbeitsgebiet von Prof. Dr. Peter Scholze liegt im Schnittfeld von Zahlentheorie und algebraischer Geometrie. Im Anschluss an sein Studium an der Universität Bonn als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes wurde er im Jahr 2012 bei Michael Rapoport promoviert. Anschließend wurde Peter Scholze im Alter von 24 Jahren auf eine der Hausdorff-Mathematik-Professuren beim Exzellenzcluster in Bonn berufen.

Für seine Arbeit wurde Peter Scholze mehrfach ausgezeichnet und erhielt für die „Umwälzung der arithmetischen algebraischen Geometrie über p-adischen Körpern durch die Einführung perfektoider Räume mit Anwendung auf Galois-Darstellungen und für die Entwicklung neuer Kohomologie-Theorien“ die Fields-Medaille, die auch als Nobelpreis der Mathematik bezeichnet wird.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite der Weierstraß-Vorlesung.

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news-10937 Wed, 04 Mar 2020 12:41:08 +0100 MINT@UniPB: Schulklasse lernt MINT-Studiengänge kennen cs-news-single-view/news/mintunipb-schulklasse-lernt-mint-studiengaenge-kennen/ Am Mittwoch, den 19.02.2020 besuchte im Rahmen des MINT@UniPB Schülerprogramms die Fachoberschulklasse Informatik vom Berufskolleg Nidda die Universität Paderborn. Dort wurde ihnen ein vielfältiges Programm zum Kennenlernen von MINT-Studiengängen geboten. Die Schüler*innen hatten so die Möglichkeit realistische Einblicke in den Studienalltag und Unterstützung bei der Wahl des Studiengangs zu erhalten. Aus den verschiedenen Veranstaltungsformaten konnte sich die Klasse im Voraus ein individuelles Tagesprogramm zusammenstellen. Am Mittwoch, den 19.02.2020 besuchte im Rahmen des MINT@UniPB Schülerprogramms die Fachoberschulklasse Informatik vom Berufskolleg Nidda die Universität Paderborn. Dort wurde ihnen ein vielfältiges Programm zum Kennenlernen von MINT-Studiengängen geboten. Die Schüler*innen hatten so die Möglichkeit realistische Einblicke in den Studienalltag und Unterstützung bei der Wahl des Studiengangs zu erhalten. Aus den verschiedenen Veranstaltungsformaten konnte sich die Klasse im Voraus ein individuelles Tagesprogramm zusammenstellen.

So erhielten sie wie gewünscht zu Beginn Informationen über die verschiedenen Studiengänge von Prof. Dr. Christian Scheideler. Im Anschluss besuchten sie das Reinraumlabor für Mikrosystemtechnik, wo sie typische Arbeitsabläufe und die generelle Funktionsweise eines Reinraums kennenlernten. Außerdem wurden Prozessanlagen vorgestellt, die zur Herstellung von sogenannten Mikrosystemen eingesetzt werden.
Als Probevorlesung hatte die Klasse sich für „Mobilfunk – von 1G zu 5G“ bei Prof. Dr. Holger Karl entschieden. Nach einer Mittagspause in der Mensa wurde der Tag mit einem Workshop von Moritz Eickhoff zu „Leuchten Messen Steuern – Mikrocontroller machen Licht“ abgeschlossen. Dort hatten sie die Möglichkeit mithilfe von Arduino-Mikrocontrollern einfache Programmierung auszuprobieren und gleichzeitig verschiedene praktische Hardware-Komponenten, wie LEDs oder Infrarot-Sensoren, anzusteuern.

Mehr Informationen zur Anmeldung zum Schülerprogramm MINT@UniPB gibt es hier: https://www.uni-paderborn.de/universitaet/mintunipb/

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news-10929 Mon, 02 Mar 2020 09:41:27 +0100 Mobilität der Zukunft cs-news-single-view/news/mobilitaet-der-zukunft/ Europaweites Forschungsprojekt entwickelt neuartige Sensorsysteme für das autonome Fahren und Fliegen Europaweites Forschungsprojekt entwickelt neuartige Sensorsysteme für das autonome Fahren und Fliegen

Roboterautos oder Flugtaxis für den Personen- und Gütertransport – effizient, energiesparend, unbemannt. Bei einem großangelegten Forschungsvorhaben werden neuartige Sensorsysteme entwickelt, die die Zukunftsvision vom autonomen Fahren und Fliegen bald Realität werden lassen sollen. Durch innovative Mikroelektrik könnte damit auch der Energieverbrauch – verglichen mit heutiger Technik – um etwa 90 Prozent reduziert werden. Das europaweite Vorhaben, bei dem 27 Partner aus Forschung und Industrie zusammenarbeiten, wird mit insgesamt rund 48 Millionen Euro gefördert, auf deutscher Seite u. a. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Universität Paderborn ist mit dem Fachgebiet Sensorik an dem Projekt beteiligt. Das aus 14 Organisationen bestehende deutsche Konsortium wird von der Robert Bosch GmbH geleitet. 

FD-SOI-Technologie für schnellere Schaltung

Die Mobilität der Zukunft erfordert leistungsfähige Sensoren und Steuerungssysteme, sowohl für das autonome Fliegen als auch für das autonome Fahren. „OCEAN12“ ist der Titel des öffentlich geförderten Projekts, das dafür bis Ende 2021 praxistaugliche Technologien entwickeln soll. Die Abkürzung steht für „Opportunity to Carry European Autonomous driving further with FDSOI technology up to 12nm node“. Prof. Dr. Ulrich Hilleringmann, Leiter des Fachgebiets Sensorik an der Universität Paderborn, erklärt, was dahintersteckt: „Die sogenannte FD-SOI-Technologie (Fully-Depleted-Silicon-on-Insulator) ermöglicht die Herstellung eines besonderen Feldeffekttransistortyps, durch den Schaltzeiten deutlich kürzer und Leckströme reduziert werden. Auch die Energiebilanz der einzelnen Transistoren wird damit erheblich verbessert. Ein weiterer positiver Effekt ist mit der geringeren Empfindlichkeit gegenüber ionisierender Strahlung verbunden. So wird u. a. die Zuverlässigkeit der digitalen Speichereinheiten optimiert“.

Umgebungsdaten werden verarbeitet

Gemeinsam entwickeln die Projektpartner unterschiedliche Komponenten, die die Umgebungsdaten von Fahrzeugen und Flugzeugen nicht nur erfassen, sondern auch ganz konkret verarbeiten können. Dazu zählen Umfeldsensoren wie Kameras oder Radarsensoren und Mikroprozessoren. Die Daten werden später in Steuerbefehle für nachgelagerte Komponenten wie die Lenkung beim Auto oder die Antriebssteuerung beim Fluggerät umgewandelt.

An der Universität Paderborn entwickeln die Wissenschaftler*innen um Hilleringmann in Zusammenarbeit mit Dr. Christian Hedayat, Abteilungsleiter des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme (ENAS), ein hocheffizientes Werkzeug für sogenannte Mixed-Signal Systeme, die sowohl analoge als auch digitale Signale verarbeiten. Dabei entsteht ein Tool, das rechnergestützte Entwürfe von elektronischen Systemen anfertigt und eine umfassende Charakterisierung der Schaltungen basierend auf der FD-SOI-Technologie erlaubt. „Mit der Modellierungs- und Simulationsmethode können innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Eigenschaften der Mixed-Signal-Kernschaltungen zur Frequenzsynthese oder Takt- und Datenwiederherstellung vollständig charakterisiert werden. Dadurch wird letztendlich ein robuster Systementwurf gewährleistet“, so Hilleringmann.

Maximale Energieeffizienz

FD-SOI-Technologie ist als Fertigungsansatz für Halbleiter der Schlüssel zur Energieeffizienz: Eine zusätzliche Isolationsschicht im Chip reduziert sogenannte Leckströme, also solche, die abseits der eigentlichen Leitung fließen. „Das führt zu einer deutlichen Senkung des Stromverbrauchs und gleichzeitig zu höheren Rechengeschwindigkeiten“, erklärt Hilleringmann. „Ziel des Projekts ist, dass neue Sensorsysteme für zukünftige Mobilitätskonzepte bis zu 90 Prozent weniger verbrauchen als heutige“, sagt Dr. Tilman Glökler von Bosch, Koordinator des deutschen OCEAN12-Konsortiums. Entsprechende Sensorsysteme sollen auf einem sogenannten SoC (System on Chip) integriert werden. Auf ein vergleichbares Verfahren setzen auch Einplatinencomputer, bei denen fast alle Funktionen eines programmierbaren Systems auf einem Chip implementiert werden. Das ermöglicht u. a. besonders kleine Sensorsysteme.

Bei dem Vorhaben arbeiten Experten aus den Bereichen Halbleitertechnik, Elektronik, Luftfahrt- und Automobiltechnik zusammen. Neben Bosch und der Universität Paderborn sind aus Deutschland die AED Engineering GmbH, Airbus Defence and Space GmbH, Audi AG, die Eberhard Karls Universität Tübingen, Fraunhofer EMFT, Fraunhofer IIS, Fraunhofer IPMS, Globalfoundries, Unity Semiconductor GmbH, MunEDA GmbH, die Technische Universität Dresden und die Universität der Bundeswehr München an OCEAN 12 beteiligt. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 103 Millionen Euro.

Website: https://www.elektronikforschung.de/projekte/ocean12

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-10921 Thu, 27 Feb 2020 10:00:00 +0100 Video: „3 Fragen an…“ Prof. Dr. Juraj Somorovsky cs-news-single-view/news/video-3-fragen-an-prof-dr-juraj-somorovsky/ Diese Woche ist bei „3 Fragen an…“ Prof. Dr. Juraj Somorovsky an der Reihe. Er erklärt, wie er das Internet etwas sicherer macht, warum er nach Paderborn gekommen ist und für welche Hobbys er sich begeistern kann.

Das Video ist hier verfügbar:
https://cs.uni-paderborn.de/forschung/forschung-im-profil/professorinnen-im-profil/

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news-10917 Mon, 24 Feb 2020 12:49:20 +0100 Frühlings-Uni 2020 – Das MINT-Schnupperstudium für Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe cs-news-single-view/news/fruehlings-uni-2020-das-mint-schnupperstudium-fuer-schuelerinnen-der-mittel-und-oberstufe/ Die „Frühlings-Uni – Das MINT-Schnupperstudium für Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe“ findet auch in diesem Jahr in der ersten Osterferienwoche vom 6. bis 9. April an der Universität Paderborn statt. Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe haben in dieser Woche die Möglichkeit, „echte Uni-Luft“ zu schnuppern. Das Schnupperstudium bietet ihnen die Chance, ihre Fähigkeiten auszuprobieren, ihr Wissen zu vertiefen, Gleichgesinnte kennenzulernen und einen hautnahen Eindruck vom Studienalltag zu bekommen. Die „Frühlings-Uni – Das MINT-Schnupperstudium für Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe“ findet auch in diesem Jahr in der ersten Osterferienwoche vom 6. bis 9. April an der Universität Paderborn statt. Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe haben in dieser Woche die Möglichkeit, „echte Uni-Luft“ zu schnuppern. Das Schnupperstudium bietet ihnen die Chance, ihre Fähigkeiten auszuprobieren, ihr Wissen zu vertiefen, Gleichgesinnte kennenzulernen und einen hautnahen Eindruck vom Studienalltag zu bekommen.

Je nach Interesse und Altersstufe können die Teilnehmerinnen sich aus bis zu 30 spannenden Vorlesungen und interaktiven Workshops rund um MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ihr individuelles Programm zusammenstellen. Sie werden selbst aktiv, indem sie forschen, experimentieren und ausprobieren.

Die Anmeldung zur Frühlings-Uni ist kostenlos und vom 22. Februar bis 22. März möglich. Anmeldung und Veranstaltungsprogramm unter: www.upb.de/fgi/fruehlings-uni

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news-10913 Thu, 20 Feb 2020 09:46:06 +0100 „look upb“ – Schülerinnen-MINT-Mentoring an der Universität Paderborn: Anmeldungen bis 10. März cs-news-single-view/news/look-upb-schuelerinnen-mint-mentoring-an-der-universitaet-paderborn-anmeldungen-bis-10-maerz/ Im März startet erneut das Schülerinnen-MINT-Mentoring „look upb“ an der Universität Paderborn. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen der Oberstufe, die Interesse am Studium eines MINT-Fachs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) haben. Ziel ist es, die Schülerinnen bei ihrer Studiengangswahl zu unterstützen, um mittelfristig einen höheren Frauenanteil in den MINT-Studiengängen zu erreichen. Interessierte Schülerinnen können sich bis zum 10. März anmelden. Weitere Informationen zum Mentoring-Programm und zur Anmeldung unter: www.upb.de/look.

„look upb“ bietet Schülerinnen einen praxisnahen Einblick in die MINT-Studiengänge der Universität Paderborn. Dabei steht den teilnehmenden Schülerinnen ein Semester lang jeweils eine Studentin eines naturwissenschaftlichen oder technischen Studiengangs als Mentorin zur Seite. In dieser Zeit können die Schülerinnen spannende Einblicke in den universitären Alltag bekommen und sich reflektiert mit ihren persönlichen sowie beruflichen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Gemeinsam mit den Studentinnen gehen die Schülerinnen zu Vorlesungen, besuchen Seminare und lernen den Campus, Labore und die Bibliothek kennen. Darüber hinaus wird ein Rahmenprogramm mit weiterführenden Veranstaltungen wie einer Exkursion zu einem regionalen Unternehmen angeboten.

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news-10909 Mon, 17 Feb 2020 13:49:32 +0100 Mit Lernvideos besser ins Studium starten cs-news-single-view/news/mit-lernvideos-besser-ins-studium-starten/ Projekt „studiVEMINTvideos“ der Universität Paderborn und TH Köln gestartet Projekt „studiVEMINTvideos“ der Universität Paderborn und TH Köln gestartet

Mathematik ist in vielen Studienfächern eine zentrale Herausforderung, gerade zu Studienbeginn. Studierende starten oft mit Lücken, die sie – möglichst zeitnah – selbständig schließen sollten. Dafür gibt es seit einigen Jahren den Online-Mathematikvorkurs „studiVEMINT“, der über das NRW-Portal www.studiport.de kostenlos zur Verfügung steht. „Heute lernt man aber nicht nur mit Texten, Applets und Aufgaben“, sagt Prof. Dr. Rolf Biehler, der studiVEMINT 2015 an der Universität Paderborn entwickelt hat. „Viele Studierende ziehen Videos heran, die neue Möglichkeiten für Erklärungen und Visualisierungen bieten. Existierende Videos genügen aber oft den fachlichen und fachdidaktischen Anforderungen nicht“, so der Mathematikdidaktiker weiter. Diese Lücke soll das Projekt „studiVEMINTvideos“ der Universität Paderborn und der Technischen Hochschule Köln schließen. Bei dem Vorhaben werden Lernvideos entwickelt, die im Fach Mathematik den Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtern sollen. Durch die Einbindung der Videos in das existierende Lernmaterial, das viele kognitiv aktivierende Aufgabenstellungen enthält, soll ein weitgehend passives Konsumieren von Erklärvideos vermieden werden.

„studiVEMINTvideos“ wird seit Oktober 2019 über eine Dauer von drei Jahren vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert. Die Materialien sollen zum Projektende auf dem Portal des Landes zur Verfügung stehen, auf denen auch die anderen Inhalte der Digitalen Hochschule NRW angeboten werden.

Prof. Dr. Angela Schmitz von der TH Köln beschreibt zentrale Kriterien: „Unsere Videos sollen fachlich und didaktisch fundiert sein und professionell produziert werden“. Dafür wurde an der TH Köln das Zentrum für Lehrentwicklung mit ins Boot geholt, das bereits umfangreiche Erfahrung in der Produktion von Lernvideos hat. In ca. 300 bis zu achtminütigen Videos werden Hintergründe zum gesamten Schulstoff, der bei Studienstart benötigt wird, gegeben – von Potenzgesetzen und elementarer Geometrie bis hin zu Integralrechnung und Stochastik. Damit sollen angehende Studierende und Erstsemester vor allem im MINT-Bereich angesprochen werden. Auch in vielen anderen Studienfächern sind Mathematikkenntnisse unerlässlich. Mit den Videos sollen deshalb alle angehenden Studierenden mathematikhaltiger Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen angesprochen werden.

Die produzierten Videos werden einerseits in den bestehenden multimedialen Vorkurs „studiVEMINT“ eingebettet und mit anderen Lernaktivitäten verknüpft, werden aber auch unabhängig davon verfügbar sein. Sie können nicht nur Studierenden beim eigenständigen Lernen helfen, sondern auch in Lehrveranstaltungen an der Hochschule eingesetzt werden. „Wir werden das Material unter CC-Lizenz veröffentlichen, sodass es von allen Personen zum Lehren und Lernen eingesetzt werden kann“, ergänzt Jun.-Prof. Dr. Michael Liebendörfer von der Universität Paderborn. Am Ende sollen also nicht nur Studierende in Paderborn oder Köln von dem Angebot profitieren, sondern in ganz NRW und darüber hinaus. Seit Oktober 2019 werden an der TH Köln und an der Universität Paderborn didaktische Konzepte entwickelt, Techniken erprobt und Drehbücher geschrieben. Bis September 2022 sollen alle Videos fertig sein.

Weitere Informationen zum Projekt „studiVEMINTvideos“ gibt es unter www.khdm.de/ag-vor-math/studivemintvideos. Den Online-Kurs „studiVEMINT“ gibt es jetzt schon auf www.studiport.de.

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news-10903 Fri, 14 Feb 2020 11:33:35 +0100 Erfolgreicher siebter Durchgang des Schülerinnen-MINT-Mentoring-Programms „look upb“ cs-news-single-view/news/erfolgreicher-siebter-durchgang-des-schuelerinnen-mint-mentoring-programms-look-upb/ Das Schülerinnen-MINT-Mentoring-Programm „look upb“ bietet naturwissenschaftlich und technisch interessierten Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe einen praxisnahen Einblick in die sogenannten MINT-Studiengänge Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik der Universität Paderborn. Ziel ist es, die Schülerinnen bei ihrer Studiengangswahl zu unterstützen. Das Schülerinnen-MINT-Mentoring-Programm „look upb“ bietet naturwissenschaftlich und technisch interessierten Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe einen praxisnahen Einblick in die sogenannten MINT-Studiengänge Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik der Universität Paderborn. Ziel ist es, die Schülerinnen bei ihrer Studiengangswahl zu unterstützen.

Im Oktober 2019 startete der siebte Durchgang mit Schülerinnen der Oberstufe (Mentees). Ein Semester lang hatten sie die Möglichkeit, in einen MINT-Studiengang ihrer Wahl hineinzuschnuppern, indem sie eine Studentin (Mentorin) zu Vorlesungen, in die Bibliothek, die Mensa und in Labore begleiteten. Das Rahmenprogramm beinhaltete unter anderem einen Auftaktworkshop und ein Social-Team-Event. Am 7. Februar endete der siebte Durchgang von „look upb“ mit einem MINT-Workshop zum Thema 3D- Druck, bei dem die Mentees ein eigenes 3D-Modell konstruieren und fertigen konnten. Während der Abschlussveranstaltung erhielten die Schülerinnen ihre Zertifikate durch die Programm-Schirmherrin Prof. Dr.-Ing. Katrin Temmen.

Das Schülerinnen-MINT-Mentoring „look upb“ ist im Projekt „Frauen gestalten die Informationsgesellschaft“ angesiedelt. Der nächste Durchgang von „look upb“ beginnt in Kürze. Interessierte Schülerinnen können sich noch bis zum 10. März bewerben: www.upb.de/look

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news-10887 Tue, 11 Feb 2020 11:17:07 +0100 11. IT-Flash cs-news-single-view/news/11-it-flash/ Wir veranstalten den elften Paderborner IT-Flash!

Interessierte IT'ler und IT'lerinnen treffen sich diesmal zu 2 Impulsvorträgen á 20min (über neue Trends, Technologien, Best Practices,...) und 5 Elevator Pitches von Studierenden zur anwendungsorientierten Forschung im ML-Bereich. Im Anschluss kann in einer gemütlichen Runde bei Getränken und Snacks darüber diskutiert werden.

Es geht dabei primär um die Community an sich, sprich eine Veranstaltung von Nerds & Geeks für Nerds & Geeks.

Wir freuen uns auf einen abwechslungsreichen Abend mit großartigen Gästen!

• Mladen Milicevic (Unchained Robotics): „Wie Objekterkennung die industrielle Fertigung verändert“
• Thomas Rychlik (agentbase AG): „Low Code für die professionelle Software-Entwicklung?!“
• „5-Minuten Pitches“ der studentischen Teilnehmer des Projektseminars „Applied Machine Learning for Text Analysis“ von Prof. Dr. Oliver Müller zu Themen der anwendungsorientierten Forschung im ML-Bereich

Hättet ihr Lust und Zeit beim nächsten Mal mitzumachen (als Speaker oder Ausrichter)? Oder kennt ihr jemanden der daran Interesse hätte? Wenn ja, dann meldet euch bei uns per Mail an.

Agenda:

18:00 Uhr Ankunft
18:10 Uhr Begrüßung
18:15 Uhr Beginn der Vorträge (jeweils 20 Minuten) und Elevator Pitches (jeweils 5 Minuten)

Nach den einzelnen Vorträgen bleibt im Anschluss genügend Zeit, damit die Teilnehmer über die Vortragsthemen diskutieren und sich die Posterpräsentationen der Studierenden ansehen können. Dazu gibt es Getränke und Snacks.

Veranstaltungsort: SICP - Software Innovation Campus Paderborn, Zukunftsmeile Fürstenallee
Gebäude: Fürstenallee 11, 33102 Paderborn
Raum: F0.231

Veranstalter: S&N, SICP und itemis

Wir freuen uns auf euch!

(Anmeldungen bitte über Meetup oder per direkter Nachricht)

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news-10879 Fri, 07 Feb 2020 12:28:45 +0100 „Green IT“: Effizienzsteigerung bei Rechensystemen cs-news-single-view/news/green-it-effizienzsteigerung-bei-rechensystemen/ Forschungspreisträger der Universität Paderborn präsentieren Ergebnisse Forschungspreisträger der Universität Paderborn präsentieren Ergebnisse

IT-Systeme haben einen großen Anteil am weltweiten Stromverbrauch. Je exakter die Rechenergebnisse von Computern sein sollen, umso mehr Energie benötigen sie für ihre Leistung. Zwei Wissenschaftler der Universität Paderborn untersuchen in einem interdisziplinären Forschungsprojekt, wie die Energieeffizienz von Rechnersystemen gesteigert werden kann. Für ihr Vorhaben erhielten Prof. Dr. Christian Plessl, Leiter des „Paderborn Center for Parallel Computing“ (PC²), und Prof. Dr. Thomas Kühne, Lehrstuhlinhaber der Theoretischen Chemie, 2018 den Forschungspreis der Universität. Mit der Auszeichnung werden Wissenschaftler*innen geehrt, die mit visionären Ideen, kreativen Technologien oder innovativen Methoden Projekte abseits des Mainstreams entwickeln. Besonders außergewöhnliche Forschungsvorhaben sollen so eine Realisierungschance erhalten.

Am Mittwoch, 5. Februar, präsentierten die beiden Wissenschaftler nun die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit „Green IT: Exakte Berechnungen mit ungenauen aber energieeffizienten Computern“. Plessl erläutert die Relevanz des Themas: „IT durchdringt unser gesamtes Leben. Ob Shopping, Partnersuche oder Reiseplanung – alles passiert online“. Die einzelnen Rechnungen, die dabei im Hintergrund laufen, werden von den Endgeräten in Rechenzentren verlagert. Weltweit gibt es immer mehr solcher Zentren, in denen jeweils tausende Server stehen, die sehr viel Energie benötigen. „Die Frankfurter Rechenzentren verbrauchen inzwischen genau so viel Strom wie der Frankfurter Flughafen“, erklärt der Informatiker. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht bestehe deshalb ein großes Interesse daran, die Energieeffizienz von Rechnersystemen zu steigern.

Energie sparen mit ungenau rechnenden Computern

Plessl und Kühne entwickelten deshalb eine neue Rechenmethode, die auf das Konzept des „Approximate Computing” zurückgeht. Demnach können aus ungenauen Berechnungen exakte Resultate abgeleitet werden. Da IT-Systeme für solche Rechenwege weniger Energie benötigen, könne so schlussendlich ihr Energieverbrauch reduziert werden, erklären die Paderborner Wissenschaftler. Durch das Zusammenspiel von Informatik und Naturwissenschaften waren Plessl und Kühne in der Lage, die neuartige und fehlertolerante Berechnungsmethode am Computer zu simulieren.

„Mit unserer Forschung konnten wir einen erfolgreichen Machbarkeitsnachweis für die Nützlichkeit von ‚Approximate Computing‘ für das wissenschaftliche Rechnen nachweisen“, sagt Kühne. Die Möglichkeit, mithilfe ungenau rechnender Computer Energie zu sparen, könne laut Kühne auch direkte Auswirkungen auf Paderborn haben: „Die Integration dieses Konzepts würde die in den Departments Chemie, Physik und Informatik verarbeiteten Datenmengen nicht nur erhöhen, sondern gleichzeitig den Energieverbrauch im Rechenzentrum PC² der Universität reduzieren.“

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news-10875 Thu, 06 Feb 2020 12:46:51 +0100 Arbeiten am Superrechner der Zukunft cs-news-single-view/news/arbeiten-am-superrechner-der-zukunft/ Informatiker erforscht Entwicklung von Quantencomputern

  • Wissenschaftler untersucht in neuem Forschungsprojekt Quantencomputer und wie sich mithilfe von Quantensystemen die physikalischen Prozesse der Natur berechnen lassen
  • Die künftigen Superrechner könnten etwa in den Bereichen Big Data, Medizin und Datenschutz eingesetzt werden
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das dreijährige Projekt mit 273.800 Euro

Sie könnten unsere herkömmlichen PCs alt aussehen lassen und sollen Probleme lösen, an denen selbst die besten Superrechner bislang scheitern: Quantencomputer. Große Tec-Unternehmen wie Google, IBM und Microsoft liefern sich aktuell einen Wettkampf um die Entwicklung der Megarechner. Doch Quantencomputer sind schwer zu bauen und zu programmieren. Jun.-Prof. Dr. Sevag Gharibian, Quanteninformatiker an der Universität Paderborn, möchte mit einem neuen Forschungsprojekt einen Beitrag zum besseren Verständnis der neuen Superrechner leisten und untersuchen, wie sich mithilfe von Quantensystemen die physikalischen Eigenschaften und Prozesse der Natur berechnen lassen. Sein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 273.800 Euro gefördertes dreijähriges Projekt startete Anfang des Jahres. 

Forschung in der Welt des Allerkleinsten

„In der Quanteninformatik arbeiten wir daran, die nächste Computergeneration zu bauen. Heutige Rechner basieren auf der klassischen Mechanik und rechnen mit Bits. Quantencomputer dagegen funktionieren auf Basis der Quantenmechanik und rechnen mit Quanten-Bits, meist Qubits genannt“, erklärt Sevag Gharibian. Während die klassische Mechanik mathematisch beschreibt, wie groß oder makroskopisch sich Objekte verhalten, widmet sich die Quantenmechanik der Welt des Allerkleinsten: Sie untersucht die mathematischen Gesetze, die bestimmen, wie klein oder subatomisch Objekte wie Photonen, also winzige Lichtteilchen, agieren.

„Durch die Gesetze der Quantenmechanik wissen wir heute, dass sich subatomische Objekte wie Photonen oder Elektronen komplett anders verhalten als ihre Gegenstücke in der klassischen Mechanik. Nehmen wir ein klassisches Objekt, etwa einen Tennisball in Bewegung: Er kann nur an einem Ort sein und einen Zustand annehmen. Kleine Objekte wie Elektronen dagegen können gleichzeitig an verschiedenen Orten und in verschiedenen Zuständen existieren“ führt Gharibian aus.

Für die Welt der Computer bedeutet das: Im Chip eines normalen PCs wird ein Bit durch einen Prozessor, ein klassisches Objekt, modelliert. Durch den Prozessor fließt entweder Strom oder nicht. Bei „Strom an“ nimmt das Bit den Zustand 1 an, bei „Strom aus“ den Zustand 0. Im Quantencomputer dagegen ist der Prozessor durch beispielsweise ein Elektron, ein subatomisches Objekt, ersetzt. Das Bit wird dann durch das Elektron modelliert, Teil des Elektrons und zum Qubit. Das Qubit kann wie das Bit den Zustand 1 oder 0 annehmen – aber auch gleichzeitig im Zustand 1 und 0 sein sowie in theoretisch unendlichen Zuständen dazwischen.

Quantencomputer könnten wesentlich schneller rechnen als bisherige Computer

Genau diese auf den ersten Blick schwer greifbare Fähigkeit der Qubits macht Quantencomputer schneller und leistungsfähiger als bisherige Rechner: Für die gleiche Berechnung benötigen sie wesentlich weniger Zeit. „In einem aktuellen Computer können zwei Bits immer nur eine Zahl auf einmal darstellen – in einem Quantencomputer dagegen kann bereits ein Qubit unendlich viele verschiedene Zustände annehmen und das gleichzeitig“, beschreibt Gharibian.

„Quantencomputer nutzen außerdem das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung“, erzählt der Informatiker. So können Qubits quantenverschränkt, also miteinander verknüpft sein. Wird ein Qubit in einen bestimmten Zustand gebracht, ändert sich auch der Zustand der anderen mit ihm verbundenen Qubits. Das geschieht mit Überlichtgeschwindigkeit. Wenn mehrere Qubits miteinander quantenverschränkt sind, kann auch der Quantencomputer mit Überlichtgeschwindigkeit und damit deutlich schneller als aktuelle Computer rechnen.

Big Data, Medizin oder Datenschutz: Quantencomputer als vielfältige Helfer

Die Quantencomputer könnten künftig im Bereich Big Data eingesetzt werden, über Verschlüsselungsmechanismen für mehr Datensicherheit sorgen, aber auch helfen, physikalische Prozesse zu simulieren, die in der Natur vorkommen. Gharibian: „Quantencomputer sind derzeit zum einen für die Verarbeitung großer Datenmengen und im Bereich der Kryptographie, der Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen, interessant – beispielsweise mit dem sogenannten Shor-Algorithmus, der Mittel der Quanteninformatik nutzt. Zum anderen könnten uns Quantencomputer dabei unterstützen, die Eigenschaften der Materie besser zu verstehen. Dadurch ließen sich etwa neue Medikamente entwickeln und neuartige Nanomaterialien designen.“

Bislang ist allerdings vieles Zukunftsmusik, denn die Entwicklung der Quantencomputer steckt noch in den Kinderschuhen. „Die Forschung zu Quantencomputern setzte intensiv Mitte der 1990er Jahre ein – mit Peter Shors Quantenfaktor-Algorithmus, der Schwachstellen bei der Verschlüsselung von Daten offenbarte. Bisher haben Tec-Firmen wie Google und Spezialunternehmen wie IonQ erste Quantencomputer mit unterschiedlichen Technologien und Leistungen von 50 bis 100 Qubits entwickelt“, so Gharibian.

Grundlagenforschung im „Quantum Computing Lab“

Was die Entwicklung von Quantencomputern so kompliziert macht: Da sie nach anderen Gesetzen funktionieren als bisherige Rechner, braucht es neue Programmiermethoden. Und: Sie müssen aufwändig auf extrem niedrige Temperaturen heruntergekühlt werden. Hier kommt Sevag Gharibians Forschungsprojekt ins Spiel: „In unserem Projekt wollen wir Algorithmen und mathematische Beweise für Computerprobleme entwickeln, die bei mit Tiefsttemperaturen arbeitenden Quantensystemen auftreten“, erläutert der Wissenschaftler. Ein zentrales Problem bei der Entwicklung von Quantencomputern sei es beispielweise, die Energie eines Quantensystems, das auf den absoluten Nullpunkt heruntergekühlt ist, zu berechnen, so Gharibian. Bisherige Ansätze der sogenannten theoretischen Informatik seien hier nicht effizient genug.

Gharibian wendet daher in seinem „Quantum Computing Lab“ an der Universität Paderborn verschiedene Methoden der theoretischen Informatik und der Mathematik an: „Wir setzen etwa Techniken der Algorithmen- und der Komplexitätstheorie ein, zwei Teilgebieten der theoretischen Informatik, und aus der Mathematik vor allem lineare Algebra und algebraische Geometrie“, führt der Informatiker aus. Besonders interessant für ihn ist die sogenannte Hamiltonianische Komplexität: „Dieses Spezialgebiet der theoretischen Informatik hilft uns zu verstehen, wie sich Quantensysteme verhalten, die mit Tiefsttemperaturen arbeiten.“

Zur Quantenüberlegenheit ist es wohl noch ein weiter Weg

Im Herbst 2019 sorgten Google-Forscher mit einem Artikel in der Fachzeitschrift

„Nature“ für Aufsehen. Sie behaupteten, mit Googles Quantenprozessor „Sycamore“ erstmals die sogenannte Quantenüberlegenheit demonstriert zu haben. Bei der Quantenüberlegenheit ist ein Quantencomputer in der Lage, ein komplexes Problem weitaus schneller zu lösen als derzeitige mit Bits rechnende Supercomputer. Laut Google soll „Sycamore“ für eine Berechnung rund 200 Sekunden gebraucht haben – IBMs „Summit“, der aktuell schnellste Superrechner der Welt, hätte dafür weitaus länger gebraucht. Sevag Gharibians Einschätzung: „Ob es Google wirklich gelungen ist, die Quantenüberlegenheit nachzuweisen, ist unklar. IBM behauptete, dass sein Superrechner mit etwas Optimierung fast die gleichen Resultate erzielen könne wie Googles Quantencomputer. Bislang hat IBM das aber nicht nachgewiesen. In jedem Fall sollten wir uns bewusstmachen: Klassische Computer wurden jahrzehntelang enorm weiterentwickelt. Auf absehbare Zeit werden sie Quantencomputer wahrscheinlich noch übertreffen.“

Quantencomputer werden bisherige Computer also so schnell nicht ersetzen. Wann und wie genau sie eines Tages eingesetzt werden, ist noch vollkommen offen. Sevag Gharibian möchte mit seiner Forschung dazu beitragen, dass wir die Superrechner der Zukunft besser verstehen können.

Weitere Informationen zur Forschung von Sevag Gharibian: http://groups.uni-paderborn.de/fg-qi

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news-10871 Wed, 05 Feb 2020 13:09:37 +0100 Daimler und Benz Stiftung zeichnet Paderborner Wissenschaftler aus cs-news-single-view/news/daimler-und-benz-stiftung-zeichnet-paderborner-wissenschaftler-aus/ Die Daimler und Benz Stiftung hat zwölf Stipendien zur Förderung von Postdoktorand*innen und Juniorprofessor*innen vergeben. Zwei davon gingen an Jun.-Prof. Dr. Claudia Alfes-Neumann und Dr.-Ing. Moritz Schulze Darup von der Universität Paderborn. Mit dem Programm möchte die Stiftung die Forschungsautonomie und Kreativität von jungen Wissenschaftler*innen nach ihrer Promotion fördern. Für die nächsten zwei Jahre erhalten die Forscher eine Fördersumme in Höhe von je 40.000 Euro. Die Daimler und Benz Stiftung hat zwölf Stipendien zur Förderung von Postdoktorand*innen und Juniorprofessor*innen vergeben. Zwei davon gingen an Jun.-Prof. Dr. Claudia Alfes-Neumann und Dr.-Ing. Moritz Schulze Darup von der Universität Paderborn. Mit dem Programm möchte die Stiftung die Forschungsautonomie und Kreativität von jungen Wissenschaftler*innen nach ihrer Promotion fördern. Für die nächsten zwei Jahre erhalten die Forscher eine Fördersumme in Höhe von je 40.000 Euro.

Eigenschaften von Zahlen – dazu forscht die Zahlentheoretikerin Alfes-Neumann vom Institut für Mathematik. Im Rahmen ihres geförderten Projekts „CM Integrals of Igusa Invariants“ beschäftigt sich die Mathematikerin mit ausgewählten Modulformen, insbesondere ihren Beziehungen zueinander. Modulformen sind komplexe Funktionen, die bestimmte Symmetrien aufweisen und neben der Zahlentheorie in vielen anderen Bereichen der Mathematik eine große Rolle spielen, wie z. B. in der Geometrie.

Schulze Darup leitet eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Emmy Noether-Nachwuchsgruppe für verschlüsselte Regelungstechnik. Diese verzahnt moderne Regelungsverfahren mit kryptografischen Methoden, um langfristig den sicheren Betrieb kritischer Infrastruktur zu gewährleisten. Die zukunftsweisende Technologie steckt zurzeit noch in den Kinderschuhen. Das durch die Daimler und Benz Stiftung geförderte Projekt zielt daher auf die prototypische Anwendung verschlüsselter Regelungen ab.

Die Stipendien werden seit 2011 jährlich vergeben. Das Programm richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Fachdisziplinen und fördert – neben den Projekten – auch die Kommunikation unter den Stipendiat*innen. Dazu gehören regelmäßige Veranstaltungen sowie ein interdisziplinärer Gedankenaustausch.

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news-10867 Wed, 05 Feb 2020 12:30:56 +0100 Datenkompetenz und Künstliche Intelligenz im Schulunterricht cs-news-single-view/news/datenkompetenz-und-kuenstliche-intelligenz-im-schulunterricht/ Projekt der Universität Paderborn und der Telekom Stiftung entwickelt und erforscht didaktische Konzepte und Unterrichtsmaterialien zum Thema Data Science in der Schule Projekt der Universität Paderborn und der Telekom Stiftung entwickelt und erforscht didaktische Konzepte und Unterrichtsmaterialien zum Thema Data Science in der Schule

Datengetriebene Anwendungen halten zunehmend Einzug in verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens. Grundlegend dafür ist die Verfügbarkeit großer Datenmengen (Big Data) sowie das Verständnis ihrer unterschiedlichen Anwendungs- und Auswertungsmethoden. Neben der manuellen Verarbeitung kommt insbesondere den Verfahren des maschinellen Lernens, sogenannten selbstlernenden Algorithmen, dabei eine besondere Bedeutung zu. Gerade für Schüler ist es wichtig, sich entsprechende Fertigkeiten anzueignen, um mit den Entwicklungen im späteren Berufsleben Schritt halten zu können. Der Einsatz von Big Data und Data Science in der Schule ist deshalb Thema eines Projekts an der Universität Paderborn, das von der Deutschen Telekom Stiftung initiiert wurde und jetzt in die zweite Phase geht. Ziel der ersten Phase von „ProDaBi“ war die Entwicklung und Erprobung eines Data Science-Curriculums für die Sekundarstufe II. In der zweiten Phase werden diese Materialien nun weiterentwickelt und Einheiten für die Sekundarstufe I erarbeitet.

„Das Vorhaben zielt auf eine frühe Aneignung von Datenkompetenzen und deren konkrete Anwendung in der Praxis ab. Wir entwickeln Unterrichtskonzepte und -materialien, die kritisch von unseren Kooperationspartnern – den Schulen – begleitet und erprobt werden“, erklärt Prof. Dr. Rolf Biehler von der Didaktik der Mathematik, der das Projekt zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Carsten Schulte von der Didaktik der Informatik leitet. „Um die eigene Lebenswelt gestalten zu können, ist das Verständnis von Chancen und Risiken von Algorithmen, Künstlicher Intelligenz und großen Datenmengen von essentieller Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler in Unterrichtseinheiten genau diese Kompetenzen erwerben“, ergänzt Schulte.

Datenkompetenz durch Hands-On-Projekte

Bei den im Projekt erarbeiteten Materialien geht es u. a. um Datenkompetenz und stochastische Grundlagen in kleineren Hands-On-Projekten. „Die Schüler schlüpfen in die Rollen von Datendetektiven“, erklärt Biehler. Darüber hinaus werden auch Materialien entwickelt, um Konzepte wie maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz im Unterricht der Sekundarstufe I und II angemessen behandeln zu können. Vertiefende Data-Science-Projekte für die Sekundarstufe II mit externen Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung helfen dabei, Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen anhand gezielter Aufgaben praktisch und unter realen Bedingungen anzuwenden. Der Einsatz und die Entwicklung der Unterrichtsmaterialien werden wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Paderborner Modell: Von der Theorie in die Praxis

Die Aktivitäten wurden mit Projektkursen des Paderborner Reismann Gymnasiums und des Theodorianums durchgeführt. Biehler erläutert den anwendungsorientierten Anspruch der Materialien: „Der Praxisanteil unserer Unterrichtskonzepte ist enorm hoch. Auf diese Weise lässt sich das Gelernte besser verinnerlichen. Ein Beispiel: Schüler haben bei einem Projekt ein Modell für ein Vorhersagesystem entwickelt, das die Anzahl freier Parkplätze zu einem zukünftigen Zeitpunkt am Liboriberg hier in Paderborn sowie in der Tiefgarage am Königsplatz berechnet. Dabei griffen sie u. a. auf Daten des Verkehrsleitsystems der letzten 12 Jahre zurück, die in Uhrzeiten, Wochentage und Monate gegliedert waren. Mithilfe von künstlichen neuronalen Netzen wurden die Daten ausgewertet und führten zu einer Vorhersagegenauigkeit für freie Parkflächen von mindestens 80 Prozent. Der letzte Schritt bestand darin, eine benutzerfreundliche Webseite zu erstellen, die freie Parkplätze für die jeweils zukünftigen 48 Stunden anzeigt.“

Bis zum Projektende 2022 sollen noch weitere Kooperationspartner dazukommen. Interessierte Schulen können sich unter prodabi(at)campus.upb(dot)de melden.

Website des Projekts: www.prodabi.de

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news-10854 Wed, 29 Jan 2020 14:39:09 +0100 Video: „3 Fragen an…“ Prof. Dr. Gitta Domik-Kienegger cs-news-single-view/news/video-3-fragen-an-prof-dr-gitta-domik-kienegger/ Diese Woche ist bei „3 Fragen an…“ Prof. Dr. Gitta Domik-Kienegger an der Reihe. Sie erklärt ihren Forschungsschwerpunkt und wie dieser Ärzten im Operationssaal hilft. Außerdem verrät sie uns noch Ihr Lebensmotto. Diese Woche ist bei „3 Fragen an…“ Prof. Dr. Gitta Domik-Kienegger an der Reihe. Sie erklärt ihren Forschungsschwerpunkt und wie dieser Ärzten im Operationssaal hilft. Außerdem verrät sie uns noch Ihr Lebensmotto.

Das Video ist hier verfügbar:
https://cs.uni-paderborn.de/forschung/forschung-im-profil/professorinnen-im-profil/

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news-10850 Wed, 29 Jan 2020 10:18:48 +0100 Vortrag von Prof. Dr. Dirk Beyer von der LMU München am 19.02.20 cs-news-single-view/news/vortrag-von-prof-dr-dirk-beyer-von-der-lmu-muenchen-am-190220/ Am Mittwoch, den 19.02.20 um 16:00 Uhr wird Prof. Dr. Dirk Beyer von der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Vortrag zum Thema „Software Verification – An Overview of the State of the Art“ in O4.267 halten. Am Mittwoch, den 19.02.20 um 16:00 Uhr wird Prof. Dr. Dirk Beyer von der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Vortrag zum Thema „Software Verification – An Overview of the State of the Art“ in O4.267 halten. 
Dirk Beyer ist Professor der Informatik und Inhaber des Lehrstuhls für Softwaresysteme an der LMU München. Zuvor war er von 2009 bis 2016 Lehrstuhlinhaber an der Universität Passau. Sein Studium der Informatik und die anschließende Promotion erfolgten an der Technischen Universität Cottbus. 2003 sammelte er als Postdoctoral Researcher Erfahrungen an der University of California, Berkeley (USA), bevor er dann von 2004 bis 2006 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne in der Schweiz forschte. 2006 trat er seine erste Stelle als Professor an der kanadischen Simon Fraser University in Vancouver an. 
Seine Forschungsschwerpunkte sind Modelle, Algorithmen und Tools für die Errichtung und Analyse von verlässlichen Softwaresystemen. Mit CrocoPat entwickelte er den ersten effizienten Interpreter für relationale Programmierung und arbeitete unter anderem am Verifikationswerkzeug für die Software BLAST.

In seinem Abstract erläutert er seinen Vortragsgegenstand:

This presentation provides an overview of the techniques that are used in state-of-the-art tools for software verification. The advance of technology in automatic verification is visible via annual comparative evaluations in the area (competitions). We will have a look at techniques and tools that are currently in use. SMT-based approaches play a particularly important role, such as predicate abstraction, k-induction, bounded model checking, but also heap graphs, intervals, explicit-state model checking, slicing, and symbolic execution.

One of the lessons learned is that the next break through is not expected to come from yet another new single algorithm, data structure, or technique, but from cooperation of techniques. Cooperative approaches for software verification work together on solving the problem. That is, approaches share information about the verification progress in an exchangeable way via clear interfaces —with other tools and with engineers— ideally in a black-box manner. We give an overview over existing combination techniques.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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news-10844 Tue, 28 Jan 2020 17:46:41 +0100 „Robot Swarms for Repairing Broken Ecosystems“- Fakultätskolloquium mit Prof. Dr. Schmickl cs-news-single-view/news/robot-swarms-for-repairing-broken-ecosystems-fakultaetskolloquium-mit-prof-dr-schmickl/ Am Montag, den 13.01.20 war Prof. Dr. Thomas Schmickl von der Karl-Franzens-Universität in Graz für das Fakultätskolloquium zu Besuch an der Uni Paderborn. Er sprach in seinem Vortrag über den Einsatz von Robotern zur Aufrechterhaltung der biologischen Vielfalt. Am Montag, den 13.01.20 war Prof. Dr. Thomas Schmickl von der Karl-Franzens-Universität in Graz für das Fakultätskolloquium zu Besuch an der Uni Paderborn. Er sprach in seinem Vortrag über den Einsatz von Robotern zur Aufrechterhaltung der biologischen Vielfalt.Mit einem anschaulichen Alltagsbeispiel machte er die Zuhörer auf den Insektenschwund in den letzten Jahren aufmerksam. Wo früher bei der Beleuchtung einer Garage durch die Scheinwerfer des Autos viele Motten zu beobachten waren, grenzt es heute an ein Wunder, wenn sich eine einzige Motte zeigt. Dieser Schwund sei für die Gesellschaft nicht auffällig, da er über eine längere Zeit und nicht abrupt geschieht.

Daraufhin erläuterte Prof. Dr. Schmickl die Funktionsweise eines Ökosystems und dessen wichtigstes Merkmal die Feedbackschleife. Wenn ein Aspekt dieser Schleife verschwindet, tut dies auch die Feedbackschleife und das Ökosystem bricht zusammen. Besonders wichtig sind dabei die Schlüsselarten. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem Massenaussterben, weshalb es wichtig sei die Ökosysteme zu schützen. Außerdem betonte er, dass man sich fragen sollte, welche Spezies in besonders vielen Feedbackschleifen vorkommen und somit wichtig für die Stabilität ihrer Ökosysteme sind. Seiner Ansicht nach sollte man es auch eher Insektenapokalypse nennen als zum Beispiel Rückgang der Honigbienen. Auch hält er den Zusammenfall der Ökosysteme für das wahre Problem unserer Zeit und nicht den Anstieg des Meeresspiegels oder das Ersetzen von menschlichen Arbeitskräften durch Roboter.

Um eine Lösung für dieses Problem zu finden, stellt sich nun die Frage wie Roboter dabei helfen können. Diese sollen die Ökosysteme intensiv überwachen und wenn nötig manuell, aber auch eigenständig eingreifen. Außerdem sollen sie neuartige Verknüpfungen schaffen durch das nahtlose Einbetten biomimetischer Roboter in Ökosysteme, die bereits ihre Schlüsselarten verloren haben.

Im Anschluss stellte Herr Schmickl einige Experimente vor, die er zusammen mit dem von ihm gegründeten „Artificial Life Lab“ durchgeführt hat. Außerdem sprach er über das durch die EU geförderte Projekt „Flora Robotica“, an dem auch Wissenschaftler aus Paderborn beteiligt waren. Dort wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Feedbackschleife zwischen den zwei Spezies Fisch und Honigbiene durch autonome Roboter geschlossen. Beide vom Aussterben bedrohte Tierarten sind wichtig für den Menschen und die Ökosysteme.

Für das Hacking von Ökosystemen gibt es zwei verschiedene Arten. Zum einen das Ersetzen einer Spezies durch einen roboterhaften Ersatz und zum anderen das Erschaffen einer völlig neuartigen Verbindung, die es vorher nie gegeben hat.

Zum Abschluss betonte Prof. Dr. Schmickl, dass es einen dringenden Handlungsbedarf gibt, da wir wahrscheinlich schon den Umkehrpunkt für den Rückgang von Ökosystemen überschritten haben. Es benötige kühne Schachzüge und sowohl die Forschung, das Gesetz als auch die Technik sollten sich mit der Lösung dieses Problems beschäftigen. Auch müssten die ökologische Forschung und Komplexitätswissenschaft intensiviert werden. 

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news-10834 Mon, 27 Jan 2020 15:20:08 +0100 Wiedersehen mit einer Computer Science Studentin aus Indien – wie sich ihr Leben seit dem letzten Interview verändert hat cs-news-single-view/news/wiedersehen-mit-einer-computer-science-studentin-aus-indien-wie-sich-ihr-leben-seit-dem-letzten-in/ Apoorva Ravishankar aus Indien ist seit März 2019 in Paderborn, um ihren Master in Computer Science zu machen. Wir sprachen bereits letzten Sommer mit ihr, um zu sehen wie sie sich in Deutschland eingelebt hat (das erste Interview ist hier zu finden). Nachdem sie fast zwei Semester an der Universität absolviert hat, spricht sie mit uns über ihre Deutschkenntnisse, den bisherigen Verlauf ihres Studiums und Karrieremöglichkeiten in Deutschland. Apoorva Ravishankar aus Indien ist seit März 2019 in Paderborn, um ihren Master in Computer Science zu machen. Wir sprachen bereits letzten Sommer mit ihr, um zu sehen wie sie sich in Deutschland eingelebt hat (das erste Interview ist hier zu finden). Nachdem sie fast zwei Semester an der Universität absolviert hat, spricht sie mit uns über ihre Deutschkenntnisse, den bisherigen Verlauf ihres Studiums und Karrieremöglichkeiten in Deutschland.

Wie hast du die Weihnachtszeit verbracht?

Ich habe ein paar Weihnachtsmärkte in Deutschland besucht und Weihnachten in Hannover verbracht. Dort war ich mit ein paar Freunden und wir haben verschiedene Weihnachtsspezialitäten probiert. Wir hatten eine tolle Zeit!

Bist du denn schon viel in Deutschland herumgereist?

Ja ich war bereits in München, Berlin, Düsseldorf, Köln und Hannover. Berlin ist meine Lieblingsstadt, weil sie sehr international ist und die Menschen sehr nett und freundlich sind. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren dort auch die ganze Nacht durch, so dass man nachts sicher von einer Party nach Hause kommt.

Konntest du deine Deutschkenntnisse verbessern?

Natürlich! Als ich das letzte Mal interviewt wurde, habe ich an keinem Deutschkurs teilgenommen und musste allein mit Online-Ressourcen üben. Aber jetzt nehme ich am Deutschkurs B1 an der Universität teil und habe mich sehr verbessert. Außerdem nehme ich an einem Fitnesskurs im Hochschulsport teil, welcher komplett auf Deutsch ist, wodurch ich mit den anderen Teilnehmern auf Deutsch kommuniziere und natürlich auch im Supermarkt.

Wie hat sich dein Studium entwickelt?

Mein erstes Semester verlief wirklich gut und ich habe erfolgreich alle meine Kurse abgeschlossen. Ich konnte meine Erfahrungen dann nutzen, um mich für Jobs hier zu bewerben. Glücklicherweise wurde ich auch für einige ausgewählt. Dieses Semester nehme ich an einem einjährigen Projekt zur strategischen Produktplanung am Fraunhofer IEM und HNI, an einem Seminar mit der DICE Gruppe, dem Deutschkurs und zwei anderen Kursen teil. Es ist teilweise ein wenig viel zu bewältigen, aber ich schaffe es dran zu bleiben. Außerdem gefällt mir der Kurs Machine Learning 1 von Prof. Dr. Eyke Hüllermeier sehr. Anfangs war es schwer alles zu verstehen, da der Kurs viel Statistik und Wahrscheinlichkeiten enthält. Aber der Professor ist die Themen ruhig und schrittweise angegangen. Dies hat mir geholfen Konzepte aus der Vorlesung zu begreifen.

Welche Unterschiede bemerkst du zwischen Indien und Deutschland in Bezug auf Lehre und Lernen?

Ein Unterschied, den ich bemerkt habe, ist, dass wir keine Tutorien oder Übungen nach jeder Vorlesung hatten in Indien. Dies ermöglicht den Studierenden an Aufgaben zu arbeiten, die im Zusammenhang mit der Theorie aus der Vorlesung stehen. Die Professor*innen wiederholen die Themen und erklären uns wie wir die Theorie mit der Praxis verknüpfen. Die meisten Hausarbeiten werden in dieser Zeit erledigt und wir diskutieren in Gruppen, wie wir Probleme lösen können. Ein weiterer Unterschied ist, dass wir in Indien keine Studienleistungen haben. Außerdem sind die Lehrenden hier sehr streng was Hausarbeiten und Abgabefristen angeht. Ich glaube ich war im letzten Jahr disziplinierter als die ganzen Jahre zuvor.

Hast du mehr mündliche oder schriftliche Prüfungen und welche bevorzugst du?

Ich habe gehört, dass die meisten Lehrenden dieses Semester hauptsächlich schriftliche Prüfungen abhalten, da es sehr viele Studierende gibt und es zu lange dauern würde mit jedem eine mündliche Prüfung durchzuführen. Ich bevorzuge mündliche Prüfungen, da ich dort meinen Aussagen besser deutlich machen kann, so dass der Lehrende bemerkt was ich verstanden habe und meine Note so angemessener kalkuliert werden kann. In schriftlichen Prüfungen fällt mir dies schwer und ich weiß nicht genau was die Professor*innen erwarten. Obwohl ich an schriftliche Prüfungen gewöhnt bin, bange ich oft bei deutschen Professor*innen.

Stehst du schon in Kontakt mit Firmen in Deutschland?

Ja das tue ich. Ich hatte die Chance mit vielen Firmen in und um Paderborn zu interagieren während der dreitägigen Job Messe an der Universität. Außerdem veranstaltet der Campus Consult wöchentliche/monatliche Firmenbesuche. Dies bietet mir einen guten Einblick in die deutsche Industrie und die die hier stattfindende Arbeit. Ich habe nun ein Jobangebot vom Fraunhofer IEM und werde dort als Wissenschaftliche Hilfskraft arbeiten. In Deutschland zu arbeiten wird eine neue Erfahrung für mich sein.

Hast du irgendwelche Tipps für internationale Studierende?

Viele Studierende kommen mit großen Hoffnungen und Enthusiasmus nach Deutschland. Ich glaube, um den Master erfolgreich abzuschließen, braucht es Motivation und Hingabe. Auch ich musste kleinere Rückschläge hinnehmen, besonders weil das schlechte Wetter und die Entfernung zur Familie meine Stimmung beeinflusst haben. Letztendlich müssen wir uns auf unsere Ziele konzentrieren und auf diese hinarbeiten, indem wir Hilfe von Freunden und Lehrern annehmen.

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news-10830 Mon, 27 Jan 2020 11:27:15 +0100 SFB 901 "On-The-Fly Computing" cs-news-single-view/news/sfb-901-on-the-fly-computing/ Seit über 50 Jahren fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) langfristige Projekte in Form von Sonderforschungsbereichen (SFB). In diesen Programmen betreiben Wissenschaftler*innen fächer- und hochschulübergreifend Grundlagenforschung, die für die antragstellenden Hochschulen schwerpunkt- und strukturbildend ist. An der Universität Paderborn werden aktuell vier Sonderforschungsbereiche geleitet. Welche Ziele die Wissenschaftler*innen darin verfolgen, wird in dieser Themenreihe vorgestellt. Seit über 50 Jahren fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) langfristige Projekte in Form von Sonderforschungsbereichen (SFB). In diesen Programmen betreiben Wissenschaftler*innen fächer- und hochschulübergreifend Grundlagenforschung, die für die antragstellenden Hochschulen schwerpunkt- und strukturbildend ist. An der Universität Paderborn werden aktuell vier Sonderforschungsbereiche geleitet. Welche Ziele die Wissenschaftler*innen darin verfolgen, wird in dieser Themenreihe vorgestellt.

Paderborner Forscher möchten die Entwicklung und Bereitstellung komplexer IT-Dienste vereinfachen und automatisieren

Die Entwicklung und Bereitstellung von IT-Anwendungen sind in der heutigen Zeit hochkomplexe Vorgänge. Trotz vorgefertigter Komponenten können selbst ambitionierte IT-Experten an den verschiedenen Herausforderungen scheitern. An der Universität Paderborn verfolgen Forscher seit 2011 innerhalb des Sonderforschungsbereichs 901 die Vision des sogenannten „On-The-Fly Computing“ (OTF-Computing). Im Idealfall sollen so selbst Nutzer*innen, die keine speziellen IT-Fachkenntnisse haben, in die Lage versetzt werden, einen passgenauen IT-Dienst zu erstellen.

Wer eine IT-Anwendung entwickeln und einsetzen möchte, benötigt dafür verschiedene Zutaten. Neben der Auswahl des Programmiergerüsts und geeigneter Bibliotheken muss unter Umständen weitere Software produziert werden. IT-Entwickler müssen des Weiteren bedenken, dass sich Anforderungen unterscheiden können je nachdem, ob der Dienst auf einem Smartphone, im Webbrowser oder vielleicht sogar in einem speziellen Rechenzentrum ausgeführt werden soll. Daraus ergibt sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Herausforderungen, für die heute Spezialisten zuständig sind. In Zukunft müsse dieser Bereich allerdings viel stärker automatisiert werden, meint Prof. Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide, Sprecher des Sonderforschungsbereichs: „Wir sehen uns am Beginn eines neuen Abschnitts in der Entwicklung und Ausführung von IT-Dienstleistungen. Schon jetzt sind Ansätze absehbar, die vom 40 Jahre alten Prinzip abkehren. So wurde Software bisher zum Beispiel durch Einkauf von teuren und recht unflexiblen Standardlösungen beschafft. Unsere Vision ist es, komplexe IT-Dienste durch weitgehend automatisierte Konfiguration und Ausführung bereitzustellen, die trotzdem individuell auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen.“

Spontan, flexibel und benutzerfreundlich

Auf diese speziellen Bedürfnisse reagiert die „On-The-Fly“-Methode, die IT-Nutzern sinngemäß „im Vorbeigehen“ bzw. „spontan“ flexibel kombinierbare Dienste ermöglicht. Der entscheidende Vorteil: Angefragte IT-Dienste werden aus bereits vorhandenen Diensten, die von Softwareanbietern auf entsprechenden Märkten angeboten werden, zeitnah konfiguriert. Auch die Ausführung dieser IT-Dienste kann laut Meyer auf der Heide nahezu automatisiert in einem Rechenzentrum erfolgen, das das nötige Know-how sowie die technischen Voraussetzungen mitbringt, um die zusammengestellten Dienste effizient ausführen zu können. „Um das On-The-Fly Computing für die Nutzer und Anbieter attraktiv zu machen, müssen wir aber auch Methoden zur benutzerfreundlichen Beschreibung der angeforderten IT-Dienste entwickeln. Eine weitere Herausforderung liegt darin, die Service-Qualität sicherzustellen und die sichere Interaktion der Teilnehmer in sich dynamisch verändernden Märkten zu unterstützen“, betont der Paderborner Wissenschaftler.

Interdisziplinäre Forschung als Innovationsmotor

Die Arbeit in den vier Projektbereichen des SFB 901, dessen Förderung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im vergangenen Jahr mit rund 10 Millionen Euro bis 2023 verlängert wurde und der somit die maximale Förderungsdauer erreichen wird, erfordert die Kooperation verschiedener Disziplinen aus den Fächern Informatik und Wirtschaftswissenschaften.

Für die Entwicklung einer Demonstrationsanwendung für das OTF-Computing beschäftigen sich diverse beteiligte Informatiker u. a. mit dem Einsatz von Maschinellem Lernen. Hierbei geht es um mathematische Modelle und Algorithmen, die ein Computersystem erst zum Lernen befähigen. Wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen fokussieren sich u. a. auf die Eigendynamik eines On-The-Fly-Marktes, also etwa auf Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren von solchen Märkten. Der Lehrstuhl für Digitale Kulturwissenschaften verfolgt hingegen das Ziel, IT-Nutzern leicht verständliche Erklärungen zu konfigurierten Diensten in natürlicher Sprache bereitzustellen. In einem weiteren Projektbereich arbeiten die Paderborner Wissenschaftler mit externen Partnern aus der Industrie zusammen, um so auf der einen Seite einen Wissenstransfer in die Industrie zu ermöglichen und auf der anderen Seite Ergebnisse aus der angewandten Forschung zurück in die Grundlagenforschung zu führen. Meyer auf der Heide: „Das breite Forschungsspektrum unseres Sonderforschungsbereichs gibt uns ein Alleinstellungsmerkmal, das in dieser Form in keinem anderen Verbundprojekt zu finden ist. Gerade die Integration einer Vielzahl von Disziplinen stellt eine der wichtigsten Innovationen des On-The-Fly Computing dar.“

Stabsstelle Presse und Kommunikation, Kamil Glabica

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news-10818 Tue, 21 Jan 2020 17:39:50 +0100 „Innovationsstandort im Herzen Europas“ cs-news-single-view/news/innovationsstandort-im-herzen-europas/ „Gerade in unsicheren Zeiten – und in solchen leben wir in vielerlei Hinsicht – braucht es Momente der Bestandsaufnahme ebenso wie der Vergewisserung, um nicht den sprichwörtlichen „Boden unter den Füßen“ zu verlieren“. Mit diesen eindringlichen Worten leitete Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf ihre Ansprache zur Entwicklung der Hochschule beim diesjährigen Neujahrsempfang am Sonntag, 19. Januar, ein. Rund 550 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren gekommen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen und ihrer Verbundenheit zur Universität Ausdruck zu verleihen. Traditioneller Neujahrsempfang an der Universität Paderborn

„Gerade in unsicheren Zeiten – und in solchen leben wir in vielerlei Hinsicht – braucht es Momente der Bestandsaufnahme ebenso wie der Vergewisserung, um nicht den sprichwörtlichen „Boden unter den Füßen“ zu verlieren“. Mit diesen eindringlichen Worten leitete Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf ihre Ansprache zur Entwicklung der Hochschule beim diesjährigen Neujahrsempfang am Sonntag, 19. Januar, ein. Rund 550 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren gekommen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen und ihrer Verbundenheit zur Universität Ausdruck zu verleihen.

„Viele Veränderungen fordern uns derzeit als Universität und als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heraus“, gab Prof. Riegraf zu bedenken. Was sich aktuell abzeichne, sei eine planetarische Umwelt- und Ressourcenkrise, für deren Bewältigung dringend innovative und nachhaltige Strategien erforderlich seien. Für diese Prozesse gelte es, Analysen und Lösungen zu erarbeiten – eine Verantwortung, der sich die Universität Paderborn in besonderem Maße stelle, so die Präsidentin weiter. In allen fünf Fakultäten werde zu hochrelevanten Themen mit großem Erfolg geforscht. „Es erfüllt mich mit Stolz, aber vor allem stimmt es mich zuversichtlich, dass wir als Universität einen sichtbaren Beitrag zu den großen Herausforderungen unserer unsicheren Zeit leisten können“, stellte Prof. Riegraf fest.

Ins Zentrum ihrer Bestandsaufnahme rückte sie den Wissens- und Technologietransfer als einen Bereich, an dem die Rolle der Universitäten für die Gesellschaft besonders deutlich werde – und als einen Bereich, in dem die Universität besonders gut aufgestellt sei. Davon zeugten u. a. die zahlreichen Kooperationen mit der Wirtschaft in der Region und darüber hinaus. Ein „bedeutender Meilenstein“ sei insbesondere die Einweihung des neuen Y-Gebäudes gewesen, das seit letztem Frühjahr das Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen beheimate. Als weiteres Highlight des vergangenen Jahres nannte Prof. Riegraf den im Rahmen des Exzellenz Start-up Center NRW geförderten Start-up Hotspot "Akzelerator.OWL", der jetzt auf dem ehemaligen Gelände der Barker Barracks realisiert werden könne. Damit wachse die Universität „noch ein gutes Stück weiter in die Stadt hinein“.

„Die Basis für unsere erfolgreichen Transferaktivitäten und das große inter- wie transdisziplinäre Kooperationspotential ist eine exzellente Grundlagenforschung. Unsere jüngsten Erfolge im Bereich der DFG-Förderung kommen nicht von ungefähr und sind ein eindrucksvoller Indikator sowohl für die Sichtbarkeit der Universität in der Forschungslandschaft als auch für die Qualität der Forschung, die hier betrieben wird“, führte Riegraf aus und nahm Bezug auf die verlängerten bzw. neu eingerichteten Sonderforschungsbereiche.

Mit dem Neubau des Rechenzentrums und der zweiten Ausbaustufe des Hochleistungsrechners Noctua könne die Universität ihre Forschungsinfrastruktur noch einmal nachhaltig verbessern. „Der Forschungsstandort Paderborn steigt damit in die erste Liga der Hochleistungsrechner auf“, so Prof. Riegraf. „Als Innovationszentrum im Herzen Europas ist die Universität Paderborn ein zunehmend attraktiver, enorm produktiver und leistungsfähiger Wissenschaftsstandort: regional verwurzelt, national vernetzt und international verbunden“.

Festredner in diesem Jahr war Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, der über den Umgang mit Risiken in unsicheren Zeiten sprach. Der Wissenschaftler bemängelte insbesondere eine häufig fehlende Risikokompetenz: „Wir kommen immer weiter weg von einer Leistungskultur und bewegen uns hin zu einer Absicherungskultur“, so Prof. Gigerenzer. Davon zeuge auch die große Zahl an Beratungsfirmen, die Unternehmen in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. „Haben Sie den Mut, selbst zu entscheiden und mitzudenken“, lautete sein Rat.  

Wie in jedem Jahr wurde der feierliche Rahmen genutzt, um Preise für herausragende Leistungen zu verleihen. Darunter Dissertationspreise, der Preis des DAAD sowie Preise der Universitätsgesellschaft. Auch die diesjährigen Forschungspreisträger Prof. Dr. Eyke Hüllermeier und Dr.-Ing. Oliver Wallscheid nahmen ihre Auszeichnung entgegen, die sie für die Erforschung intelligenter Systeme für eine nachhaltige Energiewende erhalten hatten.

Für Abwechslung beim Neujahrsempfang, der zum ersten Mal von Ulrich Lettermann moderiert wurde, sorgte „Gabriele 30“: Die mittlerweile schon fast als historisch geltende Schreibmaschine der Marke Adler wurde von Solist Eckhard Wiemann passend zum Stück „The Typewriter“ als Musikinstrument umfunktioniert. Das Hochschulorchester, das wie immer für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte, konnte das Publikum vor allem mit seiner Interpretation des Klassikers „Eye of the Tiger“ begeistern.

Hier finden Sie die vollständige Rede von Prof. Dr. Birgitt Riegraf.

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news-10805 Mon, 20 Jan 2020 10:53:33 +0100 Preise für herausragende Leistungen beim Neujahrsempfang der Universität Paderborn verliehen cs-news-single-view/news/preise-fuer-herausragende-leistungen-beim-neujahrsempfang-der-universitaet-paderborn-verliehen-1/ Die Auszeichnung herausragender Leistungen bildet traditionell einen wichtigen Teil des Neujahrsempfangs der Universität Paderborn, der am Sonntag, 19. Januar, im Auditorium maximum stattgefunden hat. Gleich in mehreren Kategorien konnten sich erfolgreiche Jung-Akademiker über Auszeichnungen freuen. Die Auszeichnung herausragender Leistungen bildet traditionell einen wichtigen Teil des Neujahrsempfangs der Universität Paderborn, der am Sonntag, 19. Januar, im Auditorium maximum stattgefunden hat. Gleich in mehreren Kategorien konnten sich erfolgreiche Jung-Akademiker*innen über Auszeichnungen freuen.

Preise des Präsidiums für ausgezeichnete Dissertationen erhielten Dr. Dominik Gutt, Dr.-Ing. Sebastian Rieks, Dr. Johanna Sackel, Dr. Johannes Späth (Fachgebiet Softwaretechnik im Institut für Informatik) und Dr. Carina Witte. Die Preise sind mit je 2.000 Euro dotiert.

Für ihre herausragenden Abschlussarbeiten erhielten Lasse Lennart Wolf (Fachgebiet Spektralanalyse im Institut für Mathematik) in der Kategorie Ingenieur- und Naturwissenschaften und Boluwatife Marie Akinro in der Kategorie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften einschließlich Wirtschaftswissenschaften Preise von der Universitätsgesellschaft und eine Förderung von je 1.300 Euro.

Der Preis für internationale Studierende ging an Ange Gaelle Simo Noumbissi.

Der Preis des DAAD an internationale Studierende der Universität Paderborn ging an Kai Zhao.

Weitere Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern in den Laudationes.

 

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news-10791 Wed, 15 Jan 2020 14:36:08 +0100 Künstliche Intelligenz soll innovative Geschäftsmodellideen entwickeln cs-news-single-view/news/kuenstliche-intelligenz-soll-innovative-geschaeftsmodellideen-entwickeln/ NRW-Wirtschaftsminister überreicht Förderbescheid für Projekt „Smart-GM“ NRW-Wirtschaftsminister überreicht Förderbescheid für Projekt „Smart-GM“

Mit der Übergabe des Förderbescheids durch Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Düsseldorf fiel am 8. Januar der Startschuss für das Projekt „Smart-GM“. In dem Vorhaben arbeiten im „Software Innovation Campus Paderborn“ das „SI-Lab“ der Universität Paderborn und die Unternehmen aXon, myconsult, UNITY sowie WP Kemper gemeinsam an einem Assistenzsystem, das seinen Nutzern passende innovative Geschäftsmodellideen vorschlägt. Grundlage dafür sind zum einen eine umfangreiche Wissensbasis zu Geschäftsmodellen, zum anderen eine Künstliche Intelligenz. Die KI-Algorithmen sollen aus der großen Zahl möglicher Kombinationen zielgerichtet neue Ideen erzeugen. Anschließend werden diese auf einer öffentlichen Crowd-Plattform oder von Kunden und Experten bewertet. Mit steigender Zahl an Bewertungen wird langfristig auch die Qualität neuer Geschäftsmodellvorschläge des Assistenzsystems erhöht. Das Projekt mit seinem Gesamtvolumen von circa 2 Millionen Euro wird vom Land Nordrhein-Westfalen und der EU mit bis zu 1,4 Millionen Euro gefördert.

„Es reicht heutzutage nicht mehr aus, tolle Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen tun sich häufig schwer, für ihre Leistungsangebote innovative Geschäftsmodelle zielgerichtet und systematisch zu entwickeln. Die Qualität eines Geschäftsmodells hat jedoch einen maßgeblichen Einfluss auf den späteren Markterfolg des Leistungsangebots“, erklärt Dr. Stephan Kassanke, Geschäftsführer myconsult. „Genau hier setzt das Projektvorhaben an: So soll ein intelligentes Assistenzsystem entwickelt werden, welches dem Nutzer Vorschläge für Geschäftsmodellinnovationen unterbreitet“, erläutert Dr. Christoph Weskamp, Projektleiter und R&D Manager im SICP.

„Im Projekt werden erstmals Kompetenzen und Methoden aus den Bereichen Geschäftsmodellinnovationen, Technikakzeptanz, maschinellem Lernen, (crowd-basierter) Bewertung von Ideenqualität sowie computergestützter Ideengenerierung für die Entwicklung von Geschäftsmodellinnovationen miteinander vereint“, hebt Prof. Dr. Dennis Kundisch, Direktor des Kompetenzbereichs Digital Business im SICP und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte, hervor. „Damit leiten wir die nächste Generation von Geschäftsmodellinnovationsmethoden ein: von passiver Unterstützung zu aktiver Assistenz“, ergänzt Christoph Plass, Vorstand UNITY. „Gründern und kleinen Unternehmen wird es so erleichtert, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln.“

Auf der Seite des „SI-Labs“ beteiligen sich darüber hinaus Prof. Dr. Nancy Wünderlich und ihr Team vom Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement sowie Prof. Dr. Eyke Hüllermeier und sein Team von der Fachgruppe „Intelligente Systeme und Maschinelles Lernen“. Sie bringen ihre Expertise zur Technikakzeptanz des Assistenzsystems bzw. bei der Entwicklung von KI-Methoden zur Unterstützung der Geschäftsmodellinnovationen in das Projekt ein.

Ist es erst entwickelt, soll das Assistenzsystem im Projekt regelmäßig evaluiert werden. Dafür sind entsprechende Fallstudien bei den am Projekt beteiligten Unternehmen geplant. „Im Zuge von Industrie 4.0 gewinnen Smart Services, wie bspw. Predictive Maintenance, zunehmend an Bedeutung. Hier stellt sich die Frage, welche Geschäftsmodelle für solche Produkt- und Dienstleistungsbündel in Zukunft tragfähig sein werden“, so Dr. Michael Euler, Geschäftsführer WP Kemper. „Heutige Unternehmenssoftware wird als Cloud Solution mit tagesgenauer Abrechnung ausgeliefert und Kunden erwarten Software im Container-Design die Multi-Cloud-fähig ist. Die Sicherstellung von Compliance-Richtlinien, das Trainieren von KI oder die Überwachung von automatisierten KI-Entscheidungen lassen völlig neue Geschäftsfelder für Managed Services entstehen, deren zukünftige Gestaltung noch viele ungeklärte Fragen aufwerfen“, ergänzt Adelhard Türling, Geschäftsführer aXon.  

Darüber hinaus ist geplant, dass im Projektverlauf auch weitere Unternehmen das Assistenzsystem im Rahmen von Innovations-Workshops erproben können und somit ihre Innovationskraft verbessern können.

Weitere Informationen: www.sicp.de/projekte/smart-gm

Über den SICP

Der „SICP – Software Innovation Campus Paderborn“ an der Universität Paderborn ist ein interdisziplinärer Forschungs- und Innovationsverbund, in dem Unternehmen und Wissenschaft digitale Innovationen gemeinsam erforschen und umsetzen. Dabei werden Lösungen für völlig neuartige Herausforderungen in unserer digitalen Gesellschaft entwickelt, aber auch anwendungsnahe Konzepte und Systeme effizient, sicher und skalierbar umgesetzt. Mit dem Neubau der „Zukunftsmeile 2“ an der Fürstenallee wird ein gemeinsamer Forschungscampus realisiert, auf dem digitale Innovationen durch eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen besonders effektiv und agil entwickelt werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft versteht der SICP als wesentlichen Erfolgsfaktor bei der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Innovationen. In den fünf Kompetenzbereichen „Cyber-Physical Systems“, „Digital Business“, „Digital Security“, „Smart Systems“ und „Software Engineering“ werden am SICP fachgebietsübergreifend neue Konzepte, Methoden und Technologien u.a. für verteilte und intelligente Systeme, sichere drahtlose Kommunikation, agile und menschenzentrierte Entwicklung sozio-technischer Systeme, digitale Geschäftsmodelle, datengetriebene Entscheidungen und intelligentes Kundenmanagement entwickelt. Dabei werden digitale Innovationen immer als eine enge Verzahnung von Organisation und IT betrachtet.

Weitere Informationen: www.sicp.de

Grafik: Adobe Stock/Coloures-Pic

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news-10777 Mon, 13 Jan 2020 11:02:16 +0100 SICP Students' Day cs-news-single-view/news/sicp-students-day/ Der SICP Students' Day am Dienstag, 21. Januar, im Gebäude F (Fürstenallee 11) ist das Karriereforum des SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn und seiner Mitgliedsunternehmen für Studierende. Hier können Studierende der Fächer Informatik, Computer Engineering, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften oder verwandter Studiengänge direkt Kontakt zu den SICP-Partnerunternehmen und den am SICP beteiligten Fachgruppen der Universität Paderborn aufbauen und ihre Karriere vorantreiben. Der SICP Students' Day am Dienstag, 21. Januar, im Gebäude F (Fürstenallee 11) ist das Karriereforum des SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn und seiner Mitgliedsunternehmen für Studierende. Hier können Studierende der Fächer Informatik, Computer Engineering, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften oder verwandter Studiengänge direkt Kontakt zu den SICP-Partnerunternehmen und den am SICP beteiligten Fachgruppen der Universität Paderborn aufbauen und ihre Karriere vorantreiben. Sie erhalten Infos über eine praxisnahe Tätigkeit während des Studiums, können sich einen Job sichern, sich über eine wissenschaftliche Laufbahn an der Universität Paderborn informieren oder nach einem Thema für ihre Bachelor- oder Masterarbeit Ausschau halten, vorzugsweise in Kooperation mit einem Unternehmen. 

Am SICP sind neben Unternehmen verschiedener Branchen 30 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Universität Paderborn aus den Bereichen Informatik, Wirtschaft­swissenschaften und Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik und Informationstechnik beteiligt, die sich und ihre Projekte vorstellen werden.

Beim SICP Students' Day können sich Studierende über den SICP informieren, Vorträge zu den Themen „Technische Diversität und individuelle Perspektiven @ S&N Invent“, „Digitalisierung von Unternehmen – Von der Strategie bis zur Umsetzung“,  „Engineering Collaboration neu definiert – Agile Kommunikationsmethoden in Projekten und Teams“ sowie „Gemeinsam für Cyber-Sicherheit“ hören und sich mit den SICP-Mitgliedsunternehmen vernetzen. Darüber hinaus präsentieren die Wissenschaftler des SICP, woran sie forschen und arbeiten: Getestet werden können zum Beispiel ein Virtual-Reality-Laufstall, autonome Drohnen mit Schwarmintelligenz und spezielle Apps. Vor Ort gibt es kostenloses Essen und Getränke.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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