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Jonas Roll

Fitnessaktivitäten in Scrum mit Smartwatch-Unterstützung

Agile Methoden finden immer mehr Einzug in Projekte der Softwareentwicklung. Dabei stehen selbstorganisierte Teams, mehr Freiheit und Verantwortung für Mitarbeiter und die iterative sowie inkrementelle Entwicklung im Vordergrund. Allen voran sticht Scrum als beliebteste agile Methode hervor, die immer mehr Verbreitung in der Industrie findet.

Mit dem sukzessiv steigenden Verkauf von Smartwatches rückt der Gesundheitsaspekt fortwährend in den Fokus der Gesellschaft. Smartwatches sind Uhren, die über ein Betriebssystem verfügen und einige Sensoren, um den Gesundheitszustand des Trägers aufzuzeichnen und auszuwerten. Es liegt in der Natur dieser Wearables, dass sie den gesamten Tag über (teilweise auch nachts) getragen werden. Damit eignen sie sich idealerweise für den derzeitigen Trend der Selbstoptimierung. Vor diesem Hintergrund finden sie vor allem Anwendung im privaten Bereich, jedoch weniger in Unternehmen als gesundheitsbezogene Unterstützung.

Für Softwareentwickler ist es unumgänglich häufig und lange Zeit vor dem PC zu verbringen. Neben Meetings und dem Austausch von Informationen zwischen den Mitarbeitern, findet die Kernarbeit innerhalb der jeweiligen Entwicklungsumgebung oder diversen Tools am Rechner statt. Viele Menschen neigen dazu, wenn sie konzentriert arbeiten, ihre sitzende Position nahezu unbeweglich vor dem Bildschirm beizubehalten. Der Körper des Menschen ist nicht dafür ausgelegt, viele Stunden in ein und derselben Position zu verharren, sodass negative gesundheitliche Folgen über kurz oder lang entstehen können. Diese können z.B. das Muskel-Skelett-System betreffen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes hervorrufen. Mangelnde Bewegung kann außerdem zu Einbußen in der Leistungsfähigkeit führen und damit die Produktivität des gesamten Teams senken.

Viele Menschen treiben außerhalb der Arbeit nicht genügend Sport, um den Belastungen durch die häufig sitzende Tätigkeit entgegenzuwirken. Darüber hinaus sitzen die meisten falsch: Die beste Sitzposition ist die, die man gerade nicht einnimmt. D.h. man sollte öfter die Position wechseln, Pausen einlegen und auch ab und zu im Stehen arbeiten. Eine Integration von Bewegungsmaßnahmen in den Arbeitsalltag des Softwareentwicklers ist deshalb nicht nur in seinem eigenen Interesse, sondern auch im Interesse des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Konzept entwickelt, das eine solche Bewegungsmaßnahme in die Prozesse innerhalb von Scrum integriert. Damit soll für ausreichende Sitzunterbrechungen während des Arbeitsalltags gesorgt werden. Das Konzept wurde zudem auf einer Smartwatch und in einer an der Universität Paderborn entwickelten Software zur Unterstützung von Scrum prototypisch umgesetzt.

The University for the Information Society